„Die pure Lust am Töten“

Mädchen soll Bilder von Friedhofs-Mord verschickt haben


24.02.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizeiauto in Wien (Symbolbild): Das Handy der 14-Jährigen soll jetzt ausgewertet werden. (Quelle: Batorskaya Larisa/imago)

Eine Gewalttat schockiert Wien: Auf einem Friedhof liegt eine blutüberströmte Seniorin. Unter Verdacht steht eine 14-Jährige.

Ein 14 Jahre altes Mädchen soll auf einem Wiener Friedhof eine Seniorin mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, habe die Jugendliche die Tat in einer ersten Vernehmung gestanden. Möglicherweise habe die 14-Jährige die Tat sogar gefilmt oder fotografiert, sagte ein Polizeisprecher t-online.

Demnach lebt die Verdächtige in einer betreuten Unterkunft in der Nähe des Tatortes. Dort soll das Mädchen am späten Montagnachmittag mit blutverschmierten Händen aufgetaucht sein. Die Betreuung meldete dies der Polizei – und gab auch den Hinweis, dass die Jugendliche per Messengerdienst Aufnahmen der Tat versendet haben soll.

Das gesperrte Handy der 14-Jährigen wurde ebenso sichergestellt wie die mutmaßliche Tatwaffe, ein Taschenmesser. Jetzt soll das Mobiltelefon ausgewertet werden: „Solange der Pin-Code nicht bekannt ist, kann es aber eine Weile dauern, bis wir Zugriff haben“, sagte der Polizeisprecher.

Das Opfer der Gewalttat ist eine 64 Jahre alte Frau. Ein Anrufer hatte am Montag gemeldet, dass sie schwer verletzt neben einem Grabstein auf einem Friedhof in Wien-Penzing lag. Einsatzkräfte fanden sie mit Stich- und Schnittverletzungen vor. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.

Die Seniorin war offenbar ein reines Zufallsopfer. „Zwischen der 64-Jährigen und der Tatverdächtigen soll es laut derzeitigen Ermittlungsstand keine vorherigen Berührungspunkte gegeben haben“, teilte die Polizei mit.

Welches Motiv das Mädchen hatte, ist noch unklar. In Betracht kommen Berichten zufolge unter anderem der fehlgeschlagene Versuch eines Raubüberfalls oder eine Tat im Wahn. Laut „Kronen-Zeitung“ steht auch die „pure Lust am Töten“ als mögliches Motiv im Raum.

Laut der Zeitung hatte die Mutter der Jugendlichen die Sorge für ihr Kind im vergangenen Jahr an die Kinder- und Jugendhilfe abgegeben. „Sie sagte, sie schaffe es zu Hause mit ihr nicht mehr und stimmte einer Betreuung in der WG zu“, zitierte die „Krone“ eine Amtssprecherin. Die 14-Jährige sei aufgrund selbstgefährdenden Verhaltens mehrmals in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe auch Medikamente einnehmen müssen.

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