Ferienflieger gerät ins Wanken

Madeira-Urlauber aus Frankfurt landen auf falscher Insel


13.02.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Discover-Airbus im Landeanflug mit ausgefahrenem Fahrwerk (Archivbild): Die Maschine geriet beim Anflug auf Madeira in starke Turbulenzen. (Quelle: IMAGO/Arnulf Hettrich)

Ein Urlaubsflieger aus Frankfurt muss auf Madeira zweimal durchstarten. Erst kurz vor der Landung entscheiden sich die Piloten für das Manöver – und weichen auf eine Nachbarinsel aus.

Ein Airbus A320 von Discover Airlines ist am Freitag auf dem Weg von Frankfurt nach Madeira kurz vor der Landung in schwere Turbulenzen geraten. Wegen starker Winde gelang dem Ferienflieger die Landung in Funchal zunächst nicht. Die Maschine wich schließlich nach Porto Santo aus. Das zeigen Daten des Flugportals „Flightradar24“ sowie Live-Aufnahmen des YouTube-Kanals „Madeira Airport Spotting“.

Die Maschine startete zunächst ohne Komplikationen in Frankfurt um 11.41 Uhr. Die Landung des Ferienfliegers war zu diesem Zeitpunkt noch für 14.30 Uhr (Ortszeit Madeira) geplant.

Gegen 14.26 Uhr Ortszeit näherte sich die Maschine schließlich der 250.000 Einwohner-Insel. Zunächst flog der Airbus für etwa 20 Minuten Warteschleifen, bevor die Crew zum ersten Landeversuch ansetzte.

Kurz vor der Landebahn des Flugafens Madeira geriet das Flugzeug dann in so starke Turbulenzen, dass sich die Piloten für ein Durchstartmanöver entschieden mussten. Auch auf den Live-Bildern von „Madeira Airport Spotting“ ist zu sehen, wie der Airbus stark schwankend auf die Landebahn zufliegt und kurz vor dem Aufsetzen wieder nach oben zieht.

Anschließend drehten die Piloten mehrere Warteschleifen östlich der Insel. Die Route auf Flightradar24 zeigt kreisförmige Manöver über dem Atlantik. Gegen 15.30 Uhr Ortszeit befand sich die Maschine dann erneut im Anflug. Doch auch der zweite Versuch scheiterte. Wieder entschieden sich die Piloten erst kurz vor der Landebahn für ein Durchstartmanöver.

Nach weiteren Schleifen änderte der Airbus seinen Kurs dann schließlich Richtung Porto Santo. Die kleinere Nachbarinsel liegt rund 40 Kilometer nordöstlich von Madeira und wird häufig als Ausweichflughafen genutzt. Bei starkem Wind oder schwierigen Bedingungen in Funchal warten Crews dort auf ein günstiges Wetterfenster oder tanken nach, bevor sie einen neuen Anflug wagen.

Der Flughafen von Madeira gilt als anspruchsvoll. Fallwinde und starke Böen sind dort keine Seltenheit.

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