Tückische Erkrankung
Lymphdrüsenkrebs wird oft nicht gleich bemerkt
Aktualisiert am 25.02.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 4 Min.
Geschwollene Lymphknoten hatte wohl jeder schon einmal. Ursache ist meist ein harmloser Infekt. Aber sie können auch auf Lymphdrüsenkrebs hinweisen.
Lymphdrüsenkrebs, auch Lymphom genannt, ist in der Regel ein bösartiger Tumor im lymphatischen System. Dieses System besteht aus den Lymphbahnen, die das Gewebswasser, die sogenannte Lymphe, transportieren, sowie aus lymphatischen Organen. Zu diesen Organen gehören die Lymphknoten, Milz, Leber und das Knochenmark.
Das Tückische beim Lymphdrüsenkrebs: Die Lymphknoten sind dann zwar geschwollen oder vergrößert, aber sie tun überhaupt nicht weh. Der Krebs wird daher oft erst spät bemerkt.
Beim Lymphdrüsenkrebs entarten Lymphozyten – weiße Blutkörperchen –, die eine zentrale Rolle in der Immunabwehr innehaben. In der Regel entsteht die Krankheit in den Lymphknoten. Da es jedoch überall im Körper lymphatisches Gewebe gibt, kann die Krebsart auch in anderen Organen beginnen.
Unterschieden wird zwischen drei großen Gruppen von Lymphdrüsenkrebs:
Non-Hodgkin-Lymphome sind die häufigste Form von Lymphdrüsenkrebs. Sie werden – nach Krankheitsverlauf und Prognose – in zwei Hauptgruppen eingeteilt: niedrigmaligne und hochmaligne Lymphome.
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL), die zu den niedrigmalignen Lymphomen zählt und meist bei älteren Menschen auftritt, schreitet in der Regel auch ohne Behandlung so langsam voran, dass viele Patienten nicht an ihrer Erkrankung, sondern mit ihrer Erkrankung sterben, erklärt die Deutsche Krebsgesellschaft.
Klassisch bei diesem Lymphdrüsenkrebstypus sind schmerzlose Lymphknotenvergrößerungen. Das kommt durch die Vermehrung von Lymphozyten oder durch die Ansammlung von lymphknotenfremden Zellen.
Eine Eigenschaft der Lymphome ist, dass sie keine spezifischen und manchmal nur sehr leichte Beschwerden verursachen. Mögliche Symptome können sein:









