Der 1. FC Köln kann sich einmal mehr nichts für das Lob kaufen. Wieder steht kein Sieg auf dem Konto. Jetzt kommt es für Lukas Kwasniok wohl zum Endspiel.
Nach dem 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV lieferten sich die beiden Trainer der Traditionsklubs ein Sprüchefeuerwerk. Merlin Polzin und Lukas Kwasniok spielten sich die Bälle zu, wie die Spieler der beiden Mannschaften es in den 90 Minuten zuvor nur selten vermocht hatten. Es war unterhaltsam, aber besonders für den FC galt auch in diesem Moment: Der Gegner hatte mal wieder mehr zu lachen.
Das sieht beim FC gänzlich anders aus. Mit 25 Punkten ist die Abstiegszone gefährlich nahe. Kwasniok und seine Mannen stehen somit am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach vor dem wichtigsten Spiel der Saison. Gegen den Erzrivalen, der das Hinspiel gewonnen hatte. Vor den eigenen Fans, die endlich wieder einen Sieg erwarten. Vor der Länderspielpause, die für die Verantwortlichen die letzte, natürliche Spielpause sein wird, um noch einmal Veränderungen herbeizuführen.
Zur Wahrheit gehört, dass der FC bei aller Ergebniskrise nie chancenlos war in dieser Saison. Der FC nutzte seine Chancen nur nicht. So auch in Hamburg. Die Geißböcke könnten mit etwas mehr Glück schon bei 30 oder mehr Punkten stehen. Nur wird in der Bundesliga nicht im Konjunktiv gedacht und entschieden. Der Ergebnissport erwartet nun einmal vor allem eines: Ergebnisse.
Und diese fehlen Kwasniok und dem FC. Sportchef Thomas Kessler hat daher den Druck erhöht und erklärt, man müsse nun wieder siegen. Heißt übersetzt: Gelingt am Samstag kein Sieg, wird es eng für Kwasniok. Da hilft es auch nicht mehr, dass der 44-Jährige sportlich weiter sehr geschätzt wird. Kwasniok läuft die Zeit davon. Ausgerechnet das hochemotionale Derby gegen die Fohlen wird somit für den FC-Trainer zum Endspiel.










