„Unterschiedliche Bewertungen“

Köln-Trainer beklagt sich über den VAR

15.03.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Lukas Kwasniok trainiert seit dieser Saison den 1. FC Köln. (Quelle: IMAGO/Philipp Szyza/imago)

Lukas Kwasniok kann sich über den Punktgewinn bei Mitaufsteiger HSV nur bedingt freuen. Der Trainer ärgert sich über den VAR.

Der 1. FC Köln wartet weiter auf den Befreiungsschlag. Beim Hamburger SV reichte es nur zu einem 1:1, es war das sechste sieglose Spiel in Folge. FC-Trainer Lukas Kwasniok ärgerte sich im Anschluss über eine Szene aus der ersten Halbzeit.

In der 27. Minute setzte HSV-Verteidiger William Mikelbrencis im Laufduell mit Kristoffer Lund kurz vor der Außenlinie mit offener Sohle auf dessen Achillesferse auf. Schiedsrichter Tobias Welz wertete die Aktion nicht einmal als Foul und entschied lediglich auf Ecke für Köln.

Kwasniok sprach die Situation anschließend selbst an. Der 44-Jährige sagte: „Ich will das Fass gar nicht zu sehr aufmachen, aber es ist mir wichtig, das trotzdem kurz noch einmal zu thematisieren, weil ich einfach finde, es gibt unterschiedliche Bewertungen, einfach auch mit VAR.“

Dabei verwies er auf eine ähnliche Situation aus der Vorwoche. Kölns Spieler Jahmai Simpson-Pusey war gegen Dortmund nach VAR-Eingriff des Feldes verwiesen worden. Dass Mikelbrencis in Hamburg weiterspielen durfte, empfand Kwasniok als „echt mehr als grenzwertig. Mir ist klar, dass er das nicht will, aber das will Jahmai letzte Woche auch nicht. Und dann erzählt man diese Woche aber von Schrittfolge und das ist einfach so ein bisschen ärgerlich, weil sie etwas vom Trefferbild erzählen“.

Da Welz die Szene offenbar nicht richtig wahrgenommen hatte und auch keinen Freistoß gab, stellte der Trainer zudem die ausbleibende VAR-Überprüfung infrage. Kwasniok sagte: „Man konnte da in der vergangenen Woche reingehen und dann verstehe ich nicht, warum man dann heute nicht reingeht.“ Seine Kritik richtete sich dabei nicht grundsätzlich gegen harte Strafen. Kwasniok betonte, dass er für solche Aktionen „grundsätzlich“ keine Roten Karten fordere.

Simpson-Pusey hatte diese allerdings erhalten und fehlt Köln damit auch im kommenden Rheinderby gegen Gladbach. In dem „emotionalen“ Spiel hofft Kwasniok nach inzwischen sechs Partien ohne Sieg auf den nächsten Schritt nach vorn.

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