„Treibt Menschen in Kostenfalle“
„Heizhorror“: Luisa Neubauer kritisiert Regierung scharf
25.02.2026 – 17:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Koalition hat sich auf Lockerungen beim Heizungstausch geeinigt. Klimaaktivistin Luisa Neubauer findet dafür deutliche Worte.
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat die Pläne der Regierungskoalition für deutliche Lockerungen der Vorgaben für Hausbesitzer beim Heizungstausch als „Heizhorror“ kritisiert. „Die Bundesregierung scheint es zu verdrängen, aber sie steht aktuell vor dem Verfassungsgericht, weil wir dort gegen ihre unzureichenden Klimamaßnahmen klagen“, sagte Neubauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Klimaschutz, der die Last der Klimakrise und die Last der Klimaschutzmaßnahmen nicht gerecht verteilt, sei potenziell verfassungswidrig, so Neubauer. „Inmitten dieser juristisch heiklen Gemengelage stellt die Regierung nun ein Gesetz vor, das mit belastbarem Klimaschutz so viel zu tun hat wie Markus Söder mit einem Tofu-Würstchen“, sagte die Fridays-for-Future-Aktivistin. Wenn Robert Habecks Gesetz ein Heizhammer gewesen sei, „dann ist dieses Gesetz wohl mindestens ein ‚Heizhorror‘.“
Es würde mit sinkenden Kosten für Verbraucher argumentiert, während man diese gleichzeitig ermutige, länger auf fossiles Gas zu setzen, was de facto immer teurer werde, sagte Neubauer. „Diese Politik treibt die Menschen in eine Kostenfalle, das weiß auch die Union.“
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Unionsfraktionschef Jens Spahn (beide CDU) und andere würden ihren Kulturkampf gegen alles Nachhaltige nun „in unser aller Heizungskeller“ austragen, sagte Neubauer weiter. „Die Kosten dafür tragen wir alle.“ Gewinner sei nur „die Gaslobby“. Wenn sich schon die SPD nicht dagegen wehre, sollten es alle anderen tun, fuhr die Aktivistin fort.










