Tarifstreit bei der Lufthansa-Gruppe
Streik: Hunderte Flüge in München gestrichen
12.04.2026 – 19:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Der nächste Streik bei der Lufthansa steht an, München trifft er besonders hart. Die Fluggesellschaft spricht von einer neuen Eskalationsstufe – eine Einigung ist nicht in Sicht.
Laut einer Sprecherin des Flughafens seien bereits rund 710 Starts und Landungen am Montag und Dienstag gestrichen worden. Betroffen sind Flüge der Kernmarke Deutsche Lufthansa, von Lufthansa Cargo und der Regionaltochter Cityline. Der Streik soll um 00.01 Uhr am Montag beginnen und 48 Stunden dauern.
Bei Eurowings ist die Lage etwas anders als bei der Muttergesellschaft. Dort sollen nur am ersten Streiktag alle Abflüge von deutschen Flughäfen ausfallen. Eurowings teilte mit, man gehe davon aus, einen großen Teil des Flugprogramms durchführen zu können.
Passagiere sollten den Status ihres Fluges online prüfen und ihre Airline oder den Reiseveranstalter kontaktieren – das empfehlen sowohl Lufthansa als auch der Münchner Flughafen.
Es ist inzwischen die vierte Streikwelle bei der Lufthansa-Gruppe. Zuletzt hatte ein Streik des Kabinenpersonals zu Flugausfällen geführt – auch in München.
Bei dem kommenden Streik geht es um die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo sowie über die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Das vorgelegte Angebot zur Altersversorgung bei Eurowings sei inakzeptabel, so die Gewerkschaft.
Lufthansa reagierte mit scharfer Kritik auf den Streikaufruf. Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Streikankündigung „stellt eine völlig neue Stufe der Eskalation dar“. Die Forderung nach einer Verdopplung der Altersvorsorge sei „absurd und unerfüllbar“, so der Sprecher.
