Ausfälle stehen bevor
Lufthansa: Kabinenpersonal streikt am Freitag
Aktualisiert am 08.04.2026 – 18:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus. Einen Tag lang diese Woche gehen keine Abflüge der Fluggesellschaft von Frankfurt und München.
Die Flugbegleiter der Lufthansa haben für Freitag einen Streik angekündigt. Die Gewerkschaft Ufo hat die Beschäftigten der Kernmarke sowie der Regionaltochter Cityline zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
Der Ausstand soll am 10. April von 0.01 Uhr bis 22 Uhr dauern. Betroffen sind alle Abflüge der Lufthansa an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Auch Flüge der Cityline werden bestreikt – an den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.
Auslöser sind festgefahrene Tarifverhandlungen. In einer Urabstimmung hatten Ende März rund 94 Prozent der Flugbegleiter bei Lufthansa und knapp 99 Prozent bei Cityline für Streiks gestimmt.
Nach Angaben der Gewerkschaft geht es um bessere Arbeitsbedingungen für rund 19.000 Kabinenbeschäftigte sowie um einen Sozialtarifvertrag für etwa 800 Mitarbeiter der Cityline. Die Tochtergesellschaft soll nach Plänen des Managements im kommenden Jahr eingestellt werden.
Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger erklärte, die Situation sei vermeidbar gewesen. „Die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte er. Gefordert werden unter anderem verlässlichere Einsatzpläne und längere Kündigungsfristen. „Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen“, fügte Vázquez Bürger hinzu.
Die Lufthansa kritisierte den angekündigten Streik als unverhältnismäßig und rief die Gewerkschaft zu weiteren Gesprächen auf. „Tragfähige Lösungen können nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssen stets das letzte Mittel bleiben“, erklärte das Unternehmen. Der Arbeitskampf treffe viele Fluggäste mitten im Rückreiseverkehr am Ende der Osterferien.
„Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten“, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger dagegen. „Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich.“
Bereits in den vergangenen Wochen war es mehrfach zu Arbeitskämpfen gekommen. Mitte Februar hatten Flugbegleiter und Piloten zeitgleich gestreikt, im März legten Piloten erneut die Arbeit nieder. Auch dieser Tarifkonflikt ist weiterhin ungelöst.











