Wieder Ausfälle in Frankfurt?
Flugbegleiter stimmen für Streiks bei Lufthansa
27.03.2026 – 18:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kabinenbeschäftigten haben mit bis zu 99 Prozent für einen Arbeitskampf votiert. Ein Datum ist offen – doch die Drohkulisse trifft Reisende in einer angespannten Phase.
In Urabstimmungen der Gewerkschaft Ufo haben die Kabinenbeschäftigten von Lufthansa und der Regionaltochter Cityline für Streiks gestimmt. Bei der Kerngesellschaft Lufthansa votierten laut Ufo rund 94 Prozent für einen Arbeitskampf, bei der Cityline knapp 99 Prozent. Ein konkretes Streikdatum nannte die Gewerkschaft nicht.
Ufo-Vizechefin Sara Grubisic sagte: „Die Kolleginnen und Kollegen haben ein klares Signal gesetzt: Sie sind bereit, für ihre Arbeitsbedingungen bei Lufthansa und ihre soziale Absicherung bei Lufthansa CityLine einzustehen – und diesen Weg auch konsequent zu gehen.“
Als Grund für die Eskalation nennt Ufo festgefahrene Manteltarifverhandlungen bei Lufthansa. Hinzu komme aus Sicht der Gewerkschaft die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Laut Ufo hängen daran rund 800 Existenzen.
Nach Angaben des Managements soll der Flugbetrieb der Cityline im kommenden Jahr eingestellt werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft unter dem Namen Lufthansa City Airlines.
Lufthansa steckt derzeit in mehreren offenen Tarifkonflikten. Zwar einigte sich der Konzern zuletzt mit Verdi auf einen Abschluss für rund 20.000 Bodenbeschäftigte. Der Streit um die Betriebsrenten der Piloten ist damit nicht gelöst.
Vor wenigen Wochen fielen wegen eines Pilotenstreiks Hunderte Flüge aus – die Reisepläne Zehntausender Passagiere wurden durchkreuzt. Auch die Piloten bei der Lufthansa-Tochter Eurowings und bei der Cityline stimmten zuletzt in Urabstimmungen für Streiks.
Im Pilotenkonflikt richtete Lufthansa zuletzt ein Gesprächsangebot an die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Konkrete Streikdrohungen der Piloten gibt es derzeit nicht.











