Boeing 737 nach Medellín

Loch im Querruder entdeckt: US-Flugzeug beschossen?


Aktualisiert am 26.02.2026 – 08:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Flugzeug der American Airlines landet auf dem internationalen Flughafen von Miami. (Symbolbild) (Quelle: Rebecca Blackwell/AP/dpa/dpa-bilder)

Nach der Landung am Flughafen von Medellín in Kolumbien wird an einer American Airlines Maschine ein Schaden festgestellt. Dieser sieht verdächtig nach einem Kugelloch aus.

An einem US-Passagierflugzeug ist nach der Landung in Kolumbien ein mutmaßliches Einschussloch aufgefallen. Mitarbeitende des Bodenpersonals am Flughafen von Medellín stellten den Schaden am rechten Flügel der Maschine von American Airlines fest, wie US-Medien unter Berufung auf die Fluggesellschaft am Dienstag (Ortszeit) berichteten.

Der Schaden, welcher sich „durch das gesamte rechte Querruder“ gezogen habe, habe ganz nach einem Einschuss ausgesehen, zitierte der Sender CBS News aus ihm vorliegenden Untersuchungsdokumenten. Die Querruder befinden sich an der Hinterkante der Tragflächen und sind für die Steuerung wichtig.

Demnach sind sowohl ein kleines, rundes Loch als mögliche Eintrittsstelle einer Kugel festgestellt worden sowie eine Beschädigung an der mutmaßlichen Austrittsstelle auf der gegenüberliegenden Seite. Wann oder wo genau der Schaden entstand, war unklar.

Aus Miami in Florida kommend, war die Boeing 737 MAX 8 am Sonntag in Medellín im Nordwesten Kolumbiens gelandet. Die Fluggesellschaft bestätigte US-Medien den Schaden als „Loch in der Außenhaut“ des Flugzeugs. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Maschine sei umgehend für eine Überprüfung und Reparatur außer Betrieb genommen worden.

Den Berichten zufolge trat das Flugzeug seinen Rückflug nach Miami am nächsten Morgen wie geplant an. Laut dem Sender ABC News untersucht die kolumbianische Flugaufsichtsbehörde den Fall.

Ähnliche Vorfälle hatten sich im Jahr 2024 ereignet, als in Port-au-Prince auf Haiti Flugzeuge von Spirit, JetBlue und American Airlines beim Starten beziehungsweise Landen beschossen wurden. Damals war die Bandengewalt in der Hauptstadt des Landes eskaliert. Die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (FFA) hatte den Flugverkehr zum internationalen Flughafen Toussaint Louverture vorübergehend eingestellt.

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