Versuchtes Tötungsdelikt mit Lkw-Auflieger
Attentat auf der Autobahn – Polizei zeigt Fotos
22.06.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Es war ein Anschlag mitten in der Nacht – mit unklarem Ziel. Jeder Autofahrer hätte sterben können. Nun haben die Beamten einen neuen Ermittlungsansatz.
Nach einem rätselhaften Lkw-Attentat auf Autofahrer hat die Polizei eine neue Spur – und bittet die Bevölkerung um Hilfe. Nach einer umfassenden Analyse von Videomaterial sind sich die Beamten inzwischen sicher, die Zugmaschine identifiziert zu haben, mit der die Täter den Anschlag verübt haben.
Der Tag des Attentats war der 24. Januar 2026, der Ort die A281 in Bremen zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten die Täter zunächst einen Lkw-Auflieger im Güterverkehrszentrum Merkurstraße geklaut und diesen dann mit ihrer Zugmaschine auf die Autobahn gefahren.

Dort stellten sie den Auflieger gegen 2.10 Uhr quer über beide Fahrspuren und den Seitenstreifen. Da der Auflieger nicht beladen war, war er in der Dunkelheit besonders schwer zu erkennen. Laut Polizei hätte es leicht Tote geben können: Ein Lasterfahrer hatte das Hindernis erst im letzten Moment wahrgenommen und nur durch eine Vollbremsung Schlimmeres verhindern können. Die Polizei wertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt.
Die Täter verschwanden mit ihrer Zugmaschine in der Nacht. Den Beamten zufolge handelt es sich um einen MAN Typ TGX mit drei Achsen, blauem Fahrerhaus und einem unlackierten grauen Stoßfänger. Bisher haben die Ermittler mehr als 1.000 Laster überprüft. Nun fragen sie die Öffentlichkeit: Kann jemand Angaben zu der Zugmaschine der Täter machen? Und gibt es noch Zeugen, die in der Tatnacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben und bislang nicht bei der Polizei aussagten? Wer etwas weiß, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0421 362 3888 bei der Polizei zu melden.











