„Könnte vorsätzliche Tat sein“
Linienbus ausgebrannt – sechs Tote
Aktualisiert am 11.03.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.
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Brennender Bus, mindestens sechs Tote: Im Schweizer Ort Kerzers herrscht der Ausnahmezustand. Augenzeugen teilen schockierende Bilder in den sozialen Medien.
Bei einem schweren Brand in einem Linienbus sind in der Schweiz sechs Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere und ein Sanitäter seien verletzt worden, berichtete die Polizei im Kanton Freiburg am Abend. Drei seien in einem kritischen Zustand.
Die Polizei ermittelt zur Brandursache. „Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilte sie am späten Abend mit. „Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.“ Ob es sich um einen Terroranschlag handele, wurde die Polizei bei einer Pressekonferenz gefragt. Dazu könnte noch nichts gesagt werden, antwortete der Polizeisprecher.
Der Bus des Unternehmens Postauto verkehrte auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdigen und Kerzers. Postauto verbindet in der Schweiz vorwiegend ländliche Gebiete. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern. Der Brand sei kurz vor der Endstation in Kerzers ausgebrochen.
In den sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. Auf den Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handykameras filmen. Im Einsatz waren neun Krankenwagen sowie ein Rettungshubschrauber. Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden.
Die Schweizer Zeitung „Blick“ zitierte einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben sind auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin bei einer Pressekonferenz sagte. Bestätigen könne sie das zunächst nicht.
Unklar blieb auch, ob die Person, die den Brand möglicherweise ausgelöst hat, unter den Toten oder Verletzten ist. Die Identifizierung der Todesopfer war noch im Gange. Ob der Busfahrer unter den Opfern war, blieb ebenfalls offen.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“ Die Hintergründe des Vorfalls würden nun geklärt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Und ich denke an die Verletzten und die Rettungskräfte.“









