Tote und Verletzte in der Schweiz
Linienbus ausgebrannt – „Könnte vorsätzliche Tat sein“
Aktualisiert am 10.03.2026 – 23:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Brennender Bus, mindestens sechs Tote: Im Schweizer Ort Kerzers herrscht Ausnahmezustand. Augenzeugen teilen schockierende Bilder in sozialen Medien.
Bei einem schweren Brand in einem Linienbus sind in der Schweiz sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens vier weitere seien verletzt worden, berichtete die Polizei im Kanton Freiburg am Abend. Drei seien in einem kritischen Zustand. Auch ein Rettungssanitäter wurde bei dem Einsatz in der Ortschaft Kerzers verletzt.
Die Polizei ermittelt zur Brandursache. „Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilte sie am späten Abend mit. „Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.“ Ob es sich um einen Terroranschlag handelt, wurde die Polizei bei einer Pressekonferenz gefragt. Dazu könnte noch nichts gesagt werden, antwortete der Polizeisprecher.
Der Bus des Unternehmens Postauto verkehrte auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdigen und Kerzers. Postauto verbindet in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern. Der Brand sei kurz vor der Endstation in Kerzers ausgebrochen.
In sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. Auf den Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handykameras filmen.
Die Zeitung „Blick“ zitierte einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben sind auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin bei einer Pressekonferenz sagt. Bestätigen könne sie das zunächst nicht.
Die Polizei konnte zunächst keine Angaben zur Zahl der Passagiere im Bus machen oder ob der Busfahrer unter den Opfern war. Die Identifizierung der Opfer sei im Gange. Auch, ob die Person, die den Brand möglicherweise gelegt hat, unter den Opfern war, blieb zunächst offen.










