Langzeiterhebung

Liebe im Alter: Studie enthüllt, was glücklich macht

Aktualisiert am 19.02.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Beziehungen im Alter: Zusammenziehen macht glücklich, zeigt eine Studie. (Quelle: milorad kravic/getty-images-bilder)

Gemeinsames Wohnen im Alter macht glücklich, ist das Ergebnis einer Studie. Diese zeigt auch, wie sich Trennung und Ehe auf das Gemüt auswirken.

Auch in späteren Lebensphasen kann es sich lohnen, der Liebe noch einmal eine Chance zu geben und mit dem Partner oder der Partnerin den nächsten Schritt zu gehen. So zeigt die Auswertung einer Langzeitstudie, dass die Lebenszufriedenheit steigt, wenn Menschen im fortgeschrittenen Alter in einer Partnerschaft zusammenziehen. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Ob sie heiraten oder nicht, ist hingegen weniger relevant.

Ein internationales Team um die Psychologin Iris Wahring von der Universität Wien hat Angaben von 2.840 Menschen im Alter zwischen 50 und 95 Jahren in den Vereinigten Staaten ausgewertet. Sie wurden zwischen 2006 und 2021 über längere Zeiträume mehrfach über ihre Lebenssituation befragt. Der Fokus der Untersuchung lag auf heterosexuellen Personen.

Die Forscherinnen und Forscher achteten darauf, wie sich Zufriedenheitswerte und depressive Symptome veränderten. Dabei stellten sie fest, dass das Zusammenziehen einen maßgeblichen Einfluss darauf hatte.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Bonus für das Wohlbefinden bereits durch die geteilte Lebenswelt in der Partnerschaft erreicht wird“, sagte Wahring in einer Mitteilung der Universität Wien.

Heirat wirkte sich bei zusammen lebenden Paaren hingegen nicht als Faktor aus. „Die Ehe an sich bietet für Paare, die ohnehin schon Tisch und Bett teilen, keinen messbaren Zusatzgewinn an Lebensglück“, so die Forscherin.

Frühere Studien hatten noch einen stärkeren Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und dem Zusammenziehen von Verheirateten hergestellt. Doch inzwischen seien ehelose Beziehungen üblicher und gesellschaftlich akzeptierter geworden, hieß es in dem neuen Forschungsbericht, der im „International Journal of Behavioral Development“ erschienen ist.

Das Team um Wahring fand übrigens auch heraus, dass ältere Menschen ziemlich robust sind, wenn Beziehungen scheitern. So konnte kein Zusammenhang zwischen Trennungen und niedrigerer Lebenszufriedenheit festgestellt werden.

Entgegen den Erwartungen der Forscher fanden sich in der Untersuchung zudem keine klaren Geschlechterunterschiede. Ihre Hypothese, dass Männer stärker unter einer Trennung litten, weil sie über weniger emotionale Unterstützung aus ihrem Umfeld verfügen, wurde nicht bestätigt. Insgesamt berichtete ein Großteil der Studienteilnehmer, ausreichend emotionale Unterstützung zu erhalten, Männer jedoch geringfügig weniger.

Die Ergebnisse widersprechen damit der gängigen Annahme, dass Männer eher von romantischen Beziehungen profitieren und stärker unter Trennungen leiden als Frauen. Die Autoren vermuten, dass diese Annahme möglicherweise eher auf Männer zutrifft, die sich in ihrem sozialen Netzwerk nicht emotional aufgefangen fühlen.

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