Nach letztem Rennen bei Olympia

Karriereende von Preuß: ARD-Experte findet deutliche Worte


Aktualisiert am 21.02.2026 – 16:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Franzika Preuß feiert mit Sekt: Der Massenstart bei Olympia war ihr letztes Rennen. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa)

ARD-Experte Erik Lesser verdeutlicht, welchen Einfluss Franziska Preuß über ihr Karriereende hinaus auf den deutschen Biathlonsport haben wird.

Mit Sekt, einer goldenen Krone und einem Spalier ihrer Konkurrentinnen haben sich die Biathletinnen Franziska Preuß und die Italienerin Dorothea Wierer nach dem Massenstart-Rennen bei den Olympischen Winterspielern vom Sport verabschiedet. „Bei Olympia die Karriere zu beenden, ist etwas Spezielles. Gemeinsam mit der Doro war es ein super Abschluss“, sagte Preuß in der ARD.

Preuß leistete sich schon nach dem ersten Stehenschießen einen Fehler, es kamen weitere hinzu und die Medaillenränge waren schnell außer Reichweite. „Nach dem ersten Fehler habe ich es relativ gelassen gesehen“, sagte sie in der ARD. „Es war egal, was rauskommt. Ich wollte einfach noch mal alles aufsaugen – und das ist mir gelungen.“ Insgesamt sieben Strafrunden und Platz 28 spielten am Ende kaum noch eine Rolle.

„Das ist für sie eine große Befreiung“, gab ARD-Experte Erik Lesser einen Einblick in Preuß‘ Emotionen. Da sie seit 2013 Teil des deutschen Biathlon-Teams ist, sei sie mittlerweile auch ein Vorbild für Nachwuchs-Athletinnen. „Viele werden sagen: ‚Ich möchte eine Franzi Preuß werden'“, sagte Lesser.

Vor allem in Sachen „Schieß- und Lauftechnik hat sie im Frauen-Feld auch noch mal neue Aspekte hereingebracht“, ordnete Lesser ihren Einfluss auf den deutschen Biathlon ein. Seit 2015 habe sie vor allem beim Thema Schießzeit immer wieder Verbesserungen eingefordert. Ihre Erfolge wie den Gesamtweltcup-Sieg oder zwei WM-Titel würden für sich sprechen.

Video | „Franziska Preuß braucht keine Medaille“

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Quelle: t-online

Dass sie eine Einzelmedaille bei Olympia verpasste, sei nur ein kleiner Wermutstropfen. „Eine Medaille gegen so eine französische Mannschaft zu gewinnen, ist extrem schwer. Da muss alles passen. Die Ski müssen passen und das Mentale muss passen“, umriss Lesser die Voraussetzungen. „Da war sie mit der Krankheit um Weihnachten nicht optimal eingestellt.“

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