Aktualisiert am 16.03.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwölf Jahre hat die Papstwohnung leer gestanden. Stattdessen wohnte das Kirchenoberhaupt in einem Gästehaus. Papst Leo XIV. läutet jetzt eine Rückkehr zur Tradition ein.
Papst Leo XIV. hat am Wochenende die Papstwohnung im Apostolischen Palast am Petersplatz bezogen. Die Räume sollen zuvor zwölf Jahre leer gestanden haben und seien nun monatelang renoviert worden.
Laut italienischen Medien war die Wohnung von Schimmel befallen. Wasser- und Elektroleitungen mussten komplett erneuert werden, auch das Dach war undicht. Zusätzlich wurde ein Fitnessraum eingebaut.
Mit dem Einzug knüpft Leo an eine Tradition an, mit der sein Vorgänger Franziskus gebrochen hatte. Der Argentinier lebte während seines gesamten Pontifikats im Vatikan-Gästehaus Casa Santa Marta – er wollte nach eigenen Worten bescheiden leben und nicht isoliert in einem Palast. Zuletzt hatte der deutsche Papst Benedikt XVI. bis 2013 im Apostolischen Palast gewohnt.
Leo hatte schon kurz nach seiner Wahl klargemacht, dass er in den Palast einziehen wolle. Seit seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres hatte der 70-Jährige in einer Wohnung im Palazzo del Santo Uffizio gelebt – dem Gebäude der Vatikan-Glaubensbehörde, einige Hundert Meter vom Petersplatz entfernt.
Die Wohnung teilt er sich mit engen Mitarbeitern: seinen beiden persönlichen Sekretären Edgar Rimaycuna aus Peru und Marco Billeri aus Italien. Laut der Zeitung „La Repubblica“ sollen später auch Ordensschwestern aus Peru hinzukommen, die Leo noch aus seiner Zeit als Bischof in dem Andenland kennt. Sie sollen Haushalt und Küche übernehmen.
