„Verletzungsbild passt“
Leiche zwischen Sperrmüll – Zeugen bringen Polizei auf Spur
Aktualisiert am 03.03.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine eingewickelte Leiche liegt in einer gelben Kiste zwischen Sperrmüll. Jetzt ist das Geschlecht des Opfers bekannt. Zudem befindet sich ein Mann in U-Haft. Zeugen haben den Ermittlern entscheidend weitergeholfen.
Nach dem Fund einer Leiche in einem Rostocker Waldstück ist gegen einen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Bei dem 39 Jahre alten Beschuldigten bestehe der dringende Tatverdacht, das Opfer „bereits vor geraumer Zeit im Streit unter Einwirkung stumpfer Gewalt getötet zu haben“, teilten die Staatsanwaltschaft Rostock und die Polizei am Dienstag mit.
Danach soll der Verdächtige die eingewickelte Leiche in einer Art Schubkarre in das kleine Waldstück gebracht haben, wo sie am Samstag entdeckt wurde. Beine und Kopf ragten Berichten zufolge aus einem Sack oder einer Plane hervor. Die improvisierte Schubkarre beschrieb Staatsanwalts-Sprecher Harald Nowack als eine gelbe Kiste oder Tonne, an der jemand ein Rad angebracht hat.
Leiche und Kiste wurden zusammen in die Rechtsmedizin gebracht, um den Körper dort auswickeln zu können, ohne Spuren zu verwischen. Daher sei auch erst jetzt klar, dass der Tote ein Mann ist, sagte Oberstaatsanwalt Nowack t-online.
Wie lange das Opfer bereits tot ist, ist noch unklar. Es könne sich um mehrere Tage oder auch Wochen handeln, erklärte Nowack. Der Dauerfrost Anfang des Jahres erschwere die Einschätzung. Auch die Identität des Toten und damit sein Alter sei derzeit noch nicht bekannt.
Dem 39-jährigen Beschuldigten wird Totschlag vorgeworfen. Der Mann hat sich bislang nicht zum Vorwurf geäußert. Dafür hätten Zeugen Aussagen gemacht, die etwas über das Verletzungsbild des Toten sagen konnten, sagte Nowack t-online: „Da die Angaben zum tatsächlichen Verletzungsbild passten, besteht Tatverdacht gegen den 39-Jährigen.“ Näher wollte sich der Oberstaatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.
