Lehrerin macht wohl 16 Jahre lang krank
Jetzt durchsucht die Staatsanwaltschaft ihre Wohnung
27.03.2026 – 15:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Lehrerin soll 16 Jahre lang keinen einzigen Tag unterrichtet haben. Jetzt ergreift eine Behörde Maßnahmen.
Die Lehrerin war an einem Berufskolleg in Wesel tätig. Seit 2009 soll sie dort nicht mehr zum Dienst erschienen sein. Stattdessen ließ sie sich immer wieder krankschreiben, ohne dass aber das Land NRW eingriff und eine amtsärztliche Untersuchung anordnete.
Den Ermittlern zufolge soll die Frau bewusst falsche Angaben gegenüber dem Land als ihrem Arbeitgeber gemacht haben. Während sie vorgab, dienstunfähig zu sein, soll sie nicht nur als Heilpraktikerin gearbeitet, sondern auch an einem Gründungswettbewerb teilgenommen haben. Ihr Lehrergehalt soll sie dabei weiterhin bezogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs.
Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, seien bei der Hausdurchsuchung „beweiserhebliche Unterlagen und elektronische Datenträger“ sichergestellt worden. Nun müsse das Material ausgewertet werden.
Die Ermittlungen beziehen sich allerdings nicht auf den gesamten Zeitraum von 16 Jahren. Für die Zeit vor 2022 könnten die Vorwürfe bereits verjährt sein, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Fall hatte 2025 auch die Landespolitik in NRW beschäftigt. Gegen die Lehrerin und einen Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf wurden Disziplinarverfahren eingeleitet. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.










