Klopapier verteilt

Lehrer stirbt nach Schülerstreich – keine Anklage


14.03.2026 – 05:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Der beim Unfall ums Leben gekommene Lehrer mit seiner Frau und seinen Söhnen: Die Schüler sollten nicht bestraft werden, findet die Familie. (Quelle: GoFundMe)

Ein Lehrer stirbt bei einem Streich, den ihm Schüler in den USA spielen. Doch die Familie des Opfers bittet das Gericht um Nachsicht.

Fünf Schüler spielen vor einer Woche einem Lehrer in Hall County im Bundesstaat Georgia einen eigentlich harmlosen Streich: Sie verteilen Klopapier an den Bäumen vor seinem Haus. Als Jason Hughes rauskommt, stolpert der 40-Jährige und fällt hin. Die Schüler wollen sich davonmachen – und überfahren den Lehrer dabei. Doch mit einer Anklage müssen sie nicht rechnen.

Der mutmaßliche Fahrer des Unfallwagens war zunächst der schweren Körperverletzung beschuldigt worden, die anderen Mitschüler des schweren Hausfriedensbruchs. Jetzt hat das Gericht die Anklagen fallen gelassen, offenbar auch auf Bitte der Familie des Lehrers.

Die Familie des mutmaßlichen Fahrers J. bedankte sich per Anwalt bei Hughes‘ Angehörigen. „Bezirksstaatsanwalt Lee Darragh konnte schnell handeln, weil die Fakten und Umstände nicht strittig sind“, sagte Anwalt Graham McKinnon laut einem Bericht von Abc News. „Als er das Haus verließ, sah J. seinen Lehrer Hughes nie, und J.s Fahrzeug hatte sich nur ein paar Meter bewegt, als sich der Unfall ereignete … Am Ende lag kein Verbrechen vor – nur ein äußerst trauriger und schlimmer Unfall.“

Die Familie von Hughes teilte ABC News zuvor auch mit, dass Hughes von dem Streich „wusste“ und „aufgeregt“ gewesen sei, die Schüler auf frischer Tat zu ertappen.

Sie erklärten außerdem, dass sie den Ausgang des Streichs als tragischen Unfall betrachteten und die Einstellung des Verfahrens gegen alle fünf jugendlichen Schüler vollständig unterstützten.

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