„Sie ließ ihn abblitzen“
Lehrer ersticht und erschießt Kollegin – Details zum Täter
16.06.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 3 Min.
In der Bibliothek einer Schule in Österreich wird eine junge Lehrerin tot aufgefunden. Im Verdacht steht sofort ihr Kollege. Das mutmaßliche Motiv: Eifersucht.
Nachdem in einer Schule in Taufkirchen an der Pram in Österreich eine 28-jährige Lehrerin getötet worden ist, hat sich der Schuldirektor Hans Peter Rockenschaub zu der schockierenden Tat und dem Tatverdächtigen geäußert. Er habe den 29-jährigen Lehrerkollegen, der im Verdacht steht, die tödliche Attacke am vergangenen Freitag begangen zu haben, seit vielen Jahren gekannt.
„Wir stammen ja aus derselben Gegend, ich hab‘ ihn jahrelang im Jugendfußball trainiert“, erzählt Rockenschaub der Lokalzeitung „Oberösterreichischen Nachrichten“. Der Verdächtige habe Deutsch und Geschichte sowie Sport als Zusatzfach unterrichtet und sei zudem stellvertretender Direktor gewesen.
Schulleiter wusste von der „Verliebtheit“ des Tatverdächtigen
„Er war ein sehr beliebter und guter Lehrer, er war sehr bedacht“, behauptete Rockenschaub. Hinweise auf eine derartige Tat habe er nicht gesehen. Es sei jedoch bekannt gewesen, dass der Mann Gefühle für die getötete Kollegin hatte. „Was ich schon wusste, war, dass er in die Kollegin sehr verliebt war“, erzählte der Schulleiter. Zuletzt habe er jedoch den Eindruck gehabt, sein junger Kollege habe sich „mit der Situation abgefunden“.
Ersten Ermittlungen zufolge könnten Eifersucht und verschmähte Liebe das Motiv für die tödliche Attacke gewesen sein. Der leitende Staatsanwalt erklärte am vergangenen Samstag: „Laut Aussagen von Freunden und Familie hatte der Mann dem späteren Opfer immer wieder Avancen gemacht. Sie ließ ihn aber abblitzen. Der endgültige Auslöser für die Tat dürfte gewesen sein, dass die Frau seit Kurzem einen Freund hatte. Der zurückgewiesene Mann tötete offenbar aus Eifersucht.“
Was über den Tathergang bekannt ist
Nach bisherigem Ermittlungsstand blieb der Verdächtige am vergangenen Freitag nach Unterrichtsende noch länger in der Schule. Als Bibliothekar habe er regelmäßig in der Bibliothek gearbeitet, erzählte der Schulleiter. Es sei also nichts ungewöhnliches gewesen. Als Rockenschaub Feierabend gemacht habe, habe der junge Lehrer ihm ein schönes Wochenende gewünscht. Auf die Frage, ob man sich am Sonntag bei einer 50-Jahr-Feier sehen werde, habe der 29-Jährige lediglich geantwortet: „Schauen wir mal“.
Wenig später dürfte der Mann seine Kollegin um ein Gespräch in der Bibliothek gebeten haben. Dort kam es laut Ermittlern zu der tödlichen Attacke.
„Der Täter hat dem Opfer mit einer Art Dolch mehrfach in den Hals gestochen und dann dreimal in den Kopf geschossen“, stellte der leitende Staatsanwalt der Zeitung „Oberösterreichischen Nachrichten“ den mutmaßlichen Tathergang dar.









