Kopenhagen bleibt Nummer eins
Lebenswerteste Stadt: Deutsche Städte verpassen Top Ten
07.07.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Wo lebt es sich weltweit am besten? Ein neues Ranking zeigt, welche Städte besonders überzeugen – und für Deutschland fällt das Ergebnis ernüchternd aus.
Kopenhagen bleibt die lebenswerteste Stadt der Welt: Im jährlichen Ranking der britischen Economist Group (Global Liveability Index) belegt die dänische Hauptstadt zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz. In den drei Kategorien Stabilität, Bildung und Infrastruktur erhielt die Fahrradstadt jeweils die Bestnote von 100 Punkten.
Auf den Plätzen zwei und drei folgen erneut Wien und Melbourne. Dahinter reihen sich Sydney, Zürich, Genf, Osaka, Adelaide, Vancouver und Tokio ein. Westeuropa bleibt damit weiterhin die lebenswerteste Region der Welt.
Deutschland erneut ohne Spitzenplatz
Keine deutsche Stadt hat es im Global Liveability Index 2026 unter die zehn lebenswertesten Städte der Welt geschafft. Zuletzt gelang dies Frankfurt am Main im Jahr 2022.
Krieg und Armut prägen das Tabellenende
„Die zehn Städte am unteren Ende in unserem Index sind fast ausnahmslos von Krieg oder Armut – oder beidem – betroffen“, teilte der „Economist“ mit. Entsprechend schneiden sie vor allem in der Kategorie Stabilität schlecht ab. Schlusslicht bleibt Damaskus in Syrien. Neu unter den zehn Schlusslichtern ist Teheran im Iran.
Den Global Liveability Index 2026 erstellt die Forschungs- und Analyseabteilung der Economist Group, die Economist Intelligence Unit (EIU). Sie bewertet 173 Großstädte anhand von 30 Kriterien in den fünf Hauptkategorien Stabilität, Gesundheitswesen, Kultur & Umwelt, Bildung sowie Infrastruktur.
Deutsche Städte erzielen im Bildungs- und Gesundheitswesen zwar meist hervorragende Bewertungen. Punktabzüge gibt es in den vergangenen Jahren jedoch häufiger bei der Infrastruktur, etwa wegen Streiks, Baustellen und Zugverspätungen, sowie bei der Stabilität. Hier wirken sich unter anderem geopolitische Spannungen, Kriminalitätsstatistiken und regelmäßige Großdemonstrationen in den Metropolen negativ aus.











