Besser als kündigen
Lebensversicherung verkaufen – für wen lohnt sich das?
Aktualisiert am 21.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 5 Min.

Eine Lebensversicherung ist eigentlich dafür gedacht, Sie finanziell abzusichern. Doch im Notfall können Sie sie auch verkaufen. Worauf Sie dabei achten sollten.
Eine Lebensversicherung zu besitzen, war früher Standard. Doch mittlerweile sinkt die Zahl der Verträge. Einerseits schließen weniger Menschen eine neue Police ab, andererseits wollen viele Versicherte sie wieder loswerden.
Eine Möglichkeit, schnell an Geld zu kommen, ist der Verkauf einer Lebensversicherung. Wir erklären, für wen sich das eignet, mit wie viel Geld Sie rechnen können und was Sie über die Steuer wissen sollten.
Wenn Sie darüber nachdenken, sich von Ihrer Lebensversicherung zu trennen, müssen Sie sie nicht zwangsläufig kündigen. Eine bessere Option kann sein, die Lebensversicherung zu verkaufen – und zwar nicht an Ihren eigenen Versicherer, sondern an einen dritten, speziellen Anbieter.
Dieser führt den Vertrag dann weiter, zahlt also bis zum Ende der Laufzeit die Beiträge an Ihrer Stelle. Dafür erhält der Anbieter später die Auszahlung, von der er sich einen Gewinn erhofft.
Macht Ihnen ein Ankäufer ein Angebot, bedeutet das also, dass es sich eigentlich lohnen würde, den Vertrag fortzuführen – zumindest rein finanziell. Lassen Sie daher unbedingt eine unabhängige Stelle die Rendite Ihres Vertrags berechnen und Alternativen zum Verkauf prüfen, bevor Sie Ihre Lebensversicherung veräußern.
Trotzdem kann es natürlich andere Gründe geben, warum Versicherungsnehmer ein Ende des Vertrags für sinnvoll halten – etwa weil sie dringend Geld benötigen. Für Sie als Lebensversicherte lohnt sich ein Verkauf der Versicherung in der Regel dann mehr, als zu kündigen und nur den geringen Rückkaufswert von Ihrem Versicherungsunternehmen zu kassieren. Lesen Sie hier, was Ihre Lebensversicherung wert ist.
Die Käufer von Lebensversicherungen zahlen Ihnen meist etwas mehr als den Rückkaufswert. Dieser beläuft sich auf Ihre eingezahlten Beiträge abzüglich der Kosten und einer Stornogebühr. Sie finden den genauen Wert in der jährlichen Mitteilung zum Vertrag.
Laut der Verbraucherzentrale sind bei einem Verkauf bis zu 5 Prozent Aufschlag gegenüber einer Kündigung drin. Das hängt aber sehr von Ihrem Vertrag ab. Welcher Preis für Sie herausspringt, bestimmen unter anderem die Garantieverzinsung, die Restlaufzeit und die Überschussbeteiligung. Auch Ihr Alter kann eine Rolle spielen.