1. FC Köln
Lebensretter und Leader: So tickt Kölns erster Neuzugang
Aktualisiert am 04.07.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 4 Min.
Neuzugang Nummer eins für den 1. FC Köln: Luka Lochoshvili kommt vom 1. FC Nürnberg. So tickt der Innenverteidiger.
Der 1. FC Köln hat seinen ersten Sommer-Neuzugang vorgestellt – und mit Luka Lochoshvili einen Innenverteidiger verpflichtet, der Erfahrung aus sechs verschiedenen Ländern mitbringt. Der vom 1. FC Nürnberg gekommene Georgier soll die Defensive der Geißböcke sofort stabilisieren. Wir stellen den 28-Jährigen genauer vor.
Internationale Laufbahn: Lochoshvili wurde beim georgischen Rekordmeister Dinamo Tiflis ausgebildet und wechselte anschließend in die Ukraine zu Dynamo Kiew. Nach Stationen beim MSK Zilina (Slowakei) und dem Wolfsberger AC (Österreich) schaffte der Abwehrspieler 2022 den Sprung in die italienische Serie A zur US Cremonese. Dort gehörte er zu den Stammkräften, stieg jedoch ab. Nach zwei Spielzeiten in Italiens zweiter Liga – darunter eine Leihe zu Salernitana – zog es ihn im vergangenen Sommer für rund eine Million Euro zum 1. FC Nürnberg.
Vom Schnäppchen zum Millionen-Transfer: Innerhalb eines Jahres hat sich sein Marktwert vervielfacht. Nach einer starken Zweitligasaison in Nürnberg galt der Georgier als begehrt, mehrere Erstligisten sollen Interesse gezeigt haben. Den Zuschlag erhielt schließlich der FC, der zwischen vier und fünf Millionen Euro investiert.

Luka Lochoshvili erinnert an Jeff Chabot
Ein neuer „Türsteher“ für den FC: Sportlich bringt der Linksfuß genau das Profil mit, das die Kölner gesucht haben. Mit 1,92 Metern Körpergröße, hoher Robustheit und Kompromisslosigkeit gehörte er zu den zwei-kampfstärksten Innenverteidigern der vergangenen Zweitliga-Saison. 77 Prozent seiner defensiven Duelle entschied er für sich, gewann insgesamt 416 Zweikämpfe (Platz fünf in der Liga). Miroslav Klose, Lochoshvilis Trainer in Nürnberg, geriet regelrecht ins Schwärmen: „Gegen ihn würde ich als Stürmer nicht spielen wollen.“
Neben seiner Physis bringt der Georgier auch Tempo mit. Mit gemessenen 34,4 km/h zählt er zu den schnelleren Innenverteidigern. Hinzu kommt ein gutes Gespür für Spielsituationen. Im Spielaufbau liegen Lochoshvilis Stärken dagegen eher nicht. Kurze und sichere Pässe beherrscht er problemlos, kreative Lösungen aus der Tiefe müssen seine Nebenmänner liefern.
Unterm Strich erinnert Lochoshvili nicht nur aufgrund seiner Statur an einen Ex-FC-Star: Die Parallelen zu Jeff Chabot sind unverkennbar. In Köln bekam der heutige Stuttgarter einst den Spitznamen „Türsteher“ verpasst.
Mehr Torgefahr bei Standards des 1. FC Köln
Leader mit Torgefahr: Zwei weitere Eigenschaften standen für die FC-Verantwortlichen bei der Suche nach einem neuen Innenverteidiger im Vordergrund: Führungsqualitäten und Kopfballstärke. Beides bringt Lochoshvili mit. In Nürnberg führte er eine blutjunge Mannschaft an, Kloses Startformationen hatten ein Durchschnittsalter zwischen 23 und 24 Jahren.










