„Man hört Atemgeräusche und Brummen“

Rettungsversuche um Buckelwal an Ostsee


Aktualisiert am 23.03.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 3 Min.

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Im Video: Ein gewaltiges Meerestier wird vor Timmendorfer Strand entdeckt. (Quelle: dpa)

Ein mächtiges Tier liegt im flachen Wasser und versucht, wieder freizukommen. Aus eigener Kraft schafft der Wal es aber wohl nicht.

Ein Buckelwal ist an der Ostseeküste in der Lübecker Bucht gestrandet. Das Tier wurde in der Nacht zum Montag im Ortsteil Niendorf der Gemeinde Timmendorfer Strand entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Der Wal sei noch am Leben, Einsatzkräfte der Polizei sowie die Wasserschutzpolizei seien vor Ort, um ihm zu helfen. Dabei holen sich die Beamten eigenen Angaben zufolge Rat von Biologen.

Laut Polizei handelt es sich bei dem Tier möglicherweise um den Buckelwal, der zuletzt mehrfach in der Ostsee vor der deutschen Küste gesichtet worden war – unter anderem in der Flensburger Förde und in der Lübecker Bucht.

Jetzt kämpft dieser Wal offenbar auf einer Sandbank um sein Leben. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, liegt er im flachen Wasser, bläst und versucht, sich zu befreien, indem er sich hin und her bewegt. Aus eigener Kraft schaffe das Tier es aber offenbar nicht.

Vor Ort waren am Nachmittag viele Schaulustige. Die Polizei habe den Bereich rund um die kleine Seebrücke am Hafeneingang abgesperrt. „Der Wal bewegt sich leicht und man hört Atemgeräusche und leichtes Brummen“, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur.

Am Nachmittag begutachteten Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) das Tier, berichtete die „Bild“-Zeitung. Sie sollen sich dem Wal zusammen mit der Feuerwehr mit Schlauchbooten genähert haben, hieß es weiter.

Der Wal habe sich dabei mit der Schnauze in Richtung der offenen Bucht gedreht. Das sei ein wichtiger Schritt gewesen, um ihn zurück ins Gewässer zu bringen, hieß es. Doch kurz darauf sollen kräftige Wellen aufgekommen sein. Sie hätten gegen das Tier gepeitscht und es so wieder ein Stück weiter auf die Sandbank gedrückt.

Anschließend seien Boote der Küstenwache etwa 150 Meter entfernt von dem Wal mit hoher Geschwindigkeit gefahren. Sie sollen versucht haben, auf diese Weise Wellen zu erzeugen, damit sich das Tier, das mit Brust und Bauch auf der Sandbank aufliegt, frei schwimmen kann, so der Bericht der Zeitung. Doch auch das sei ohne Erfolg geblieben.

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