Sommerurlaub für Berliner
„Sylt von Polen“: Badeort bezaubert mit Strand und besonderen Dünen
19.06.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 3 Min.
Die polnische Ostseeküste gilt als bezahlbare Alternative zu den deutschen Seebädern. Ein Badeort sticht dabei mit einem besonderen Naturwunder hervor.
Der Sommer ist da, und mit ihm stellt sich für viele Berliner wieder die Frage, wohin es in den Urlaub gehen könnte. Besonders beliebt ist die Ostsee bei den Hauptstädtern – kein Wunder, denn sie ist schnell erreichbar und bietet tolle Strände.
In den Sommermonaten sind die deutschen Urlaubsorte auf Usedom und Rügen allerdings häufig überlaufen. Das merkt man auch am Preis: Hotelzimmer in Ahlbeck oder Heringsdorf kosten in der Hochsaison zum Teil mehrere Hundert Euro pro Nacht.
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Wer günstiger an die Ostsee reisen will, für den könnte die polnische Küste eine Alternative sein. Zwar fährt man von Berlin aus etwas länger ins Nachbarland, aber die Strände sind wunderschön und die Preise niedriger.
Łeba: Goldener, feiner Sand am Strand
Ein beliebtes Urlaubsziel an der polnischen Ostseeküste ist Łeba (Lebau). Der Badeort wird auch häufig als das „Sylt von Polen“ bezeichnet – was vor allem an seinem zart goldenen, feinen Sand liegt. Der Strand ist kilometerlang. Im Wasser kann man schwimmen und vielen anderen Wassersportaktivitäten nachgehen.
Łeba liegt zwischen Ostsee, den Küstenseen Łebsko und Sarbsko und dem Nationalpark Słowiński. In Letzterem befindet sich ein einzigartiges Naturwunder: die Łąckie-Dünen, das sind beeindruckende Wanderdünen.
„Polens größte Sandkiste“: Bis zu 40 Meter hohe Wanderdünen
Die bis zu 40 Meter hohen Sandmassen werden vom Wind jedes Jahr mehrere Meter weitergetragen und verändern dadurch ständig ihre Form. Gelegentlich ragen noch Baumstümpfe abgestorbener Wälder hervor. Die Dünen zählen zu den größten ihrer Art in Europa und sind der Grund für zwei weitere Spitznamen Łebas: „Polens größte Sandkiste“ und „polnische Sahara“.
Der Sand ist übrigens Fluch und Segen zugleich für Łeba: Zwar ist die Region dadurch bekannt, doch die Einwohner der ursprünglichen Siedlung mussten im 16. Jahrhundert dem Sand weichen und verlagerten ihren Ort vier Kilometer weiter nach Osten. Im Laufe der Jahre wurde die alte Siedlung unter den Sandmassen begraben. Heute erinnert nur noch eine im Sand versunkene Ruine einer gotischen Kirche an den alten Standort. Łeba hat tatsächlich so viel Sand, dass die Stadt ihn zeitweise sogar verschenkte: 2011 rief die Stadt aus, man könne sich mit einer Stempelkarte selbst Sand dort abholen.
