Sonne wird zum Problem

Landesamt warnt: Lawinengefahr in den Alpen „erheblich“

08.04.2026 – 08:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Schild warnt vor Lawinen (Symbolbild): Das sonnige Wetter treibt die Lawinengefahr in den Alpen nach oben. (Quelle: APA/dpa/Jakob Gruber/dpa-bilder)

Das Aprilwetter wirkt sich auch auf die Lawinengefahr in den Alpen aus. Das Bayerische Landesamt für Umwelt veröffentlicht eine Warnung.

Die für den Mittwoch angesagte Sonne lässt die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen steigen. Wie die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilte, ist die Lawinengefahr in den hohen Lagen im Tagesverlauf „erheblich“. In niedrigen Lagen soll sie von gering zu mäßig steigen.

Die Lawinenwarnzentrale erklärte: „Vor allem in extrem steilem Gelände lösen sich nasse Lockerschnee- und Schneebrettlawinen von selbst oder durch geringe Zusatzbelastung. Nasse Locker- und Schneebrettlawinen erreichen mittlere Größe.“ Durch das Sonnenwetter werde sowohl der Nassschnee als auch der Altschnee zu einem Problem.

Die fünfstellige Skala der Lawinenzentrale geht von „gering“ bis „sehr groß“. Die Kategorie „erheblich“ entspricht einer Warnung der Stufe drei. Besonders an Steilhängen bestehe die Gefahr für Gleitschneelawinen.

Laut offiziellen Statistiken sind in diesem Winter so viele Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Im Jahresvergleich haben sich die Lawinentoten seit dem Winter 2024/25 fast verdoppelt. Mindestens 135 Menschen starben seit Oktober 2025, weil sie unter Schneemassen verschüttet waren.

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