„Allesamt ohne alpine Erfahrung“
Lawine reißt drei Wanderer mit sich – Polizei übt Kritik
01.03.2026 – 16:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Fünf Wanderer sind mit Schneeschuhen aber ohne Lawinenausrüstung in den Berchtesgadener Alpen unterwegs. Plötzlich lösen sie eine Lawine aus.
Mehrere Mitglieder einer Gruppe von Schneeschuhwanderern haben eine Lawine ausgelöst und sind von ihr mitgerissen worden. Die Polizei spricht von „unglaublichem Glück“, das die Wanderer in Bayern hatten.
Wie die Beamten mitteilten, geschah es am späten Samstagvormittag gegen 11.30 Uhr unterhalb des Windschartenkopfes in den Berchtesgadener Alpen: Dort waren fünf Schneeschuhwanderer gemeinsam unterwegs, als sie bei der Querung der steilen Nordwestseite unterhalb des Gipfels die Lawine selbst auslösten.
Die Schneemassen trafen drei der Wanderer und rissen sie mit sich – bis zu einer Geländekante, an der der Hang steil abfällt. Alle drei Personen konnten sich selbst aus der Lawine befreien. Zwei von ihnen blieben unverletzt, ein Wanderer wurde leicht verletzt von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Bad Reichenhall geflogen.
Die Bergwacht suchte das Gelände zur Sicherheit mit Lawinensuchgeräten und Spürhunden nach weiteren verschütteten Personen ab, fand aber niemanden. In der Mitteilung der Polizei klingt deutliche Kritik an den Wanderern durch: Sie seien „allesamt ohne alpine Erfahrung im winterlichen Gebirge“ unterwegs gewesen und hätten nicht die erforderliche Schutzausrüstung dabeigehabt.
Der Windschartenkopf ist ein 2.211 Meter hoher Gipfel in den Berchtesgadener Alpen an der Grenze zu Österreich. Karstiges Gelände und steile Passagen erfordern Trittsicherheit und Orientierungssinn.









