Stundenlange Suche in den Alpen
Deutscher wird von Lawine begraben
09.04.2026 – 09:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Sportler wollen einen Tag im Schnee verbringen. Doch es kommt zu einem verheerenden Unfall. Einer von ihnen kehrt nicht mehr nach Hause zurück.
Ein Snowboarder aus Deutschland ist in Tirol von einer Lawine verschüttet worden und dabei gestorben. Der 49-Jährige sei am Mittwoch zusammen mit zwei weiteren Snowboardern im Skigebiet Kühtai unterwegs gewesen, als er von dem Schneebrett erfasst wurde, teilte die Landespolizeidirektion Tirol mit. Daraufhin habe ein stundenlanger Rettungseinsatz begonnen.
Die drei Sportler seien gegen 15.40 Uhr vom Gipfel „Die Mute“ abgefahren, als es zu dem Lawinenabgang kam, hieß es weiter. Wie die österreichische „Kronen“-Zeitung unter Berufung auf die Behörden berichtete, habe sich der Erste der Gruppe mithilfe einer Schussfahrt vor den Schneemassen retten können. Die beiden anderen seien dagegen von der Lawine erfasst worden. Der Letzte der drei Ausflügler, ein 51 Jahre alter Deutscher, sei bis zum Kopf verschüttet gewesen, der 49-Jährige, der als Mittlerer der Gruppe fuhr, sei vollkommen verschüttet worden, hieß es in dem Bericht weiter.
Für die Rettungskräfte begann damit ein Großeinsatz. Wie die Polizei mitteilte, seien mehrere Ortsstellen der Bergrettung und der Freiwilligen Feuerwehr, Mitarbeiter der Bergbahnen Kühtai und der umliegenden Skischulen sowie drei Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber und mehrere Kräfte der Polizei und Alpinpolizei ausgerückt, um die Snowboarder zu retten.
Dabei sei erschwerend hinzugekommen, dass beide keine Lawinennotfallausrüstung bei sich getragen hätten, hieß es weiter. Wie die „Kronen“-Zeitung berichtete, sei der 51-jährige Teilverschüttete relativ schnell geborgen worden. Die Suche nach dem 49-Jährigen habe sich dagegen über zweieinhalb Stunden hingezogen, so die Polizei. Als die Einsatzkräfte ihn schließlich fanden, war es jedoch schon zu spät: Der Mann war verstorben.
In Tirol herrschte am Mittwoch Lawinenwarnstufe 3, also erhebliche Gefahr. Wie Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes, der „Kronen“-Zeitung mitteilte, komme es bei dieser Stufe erfahrungsgemäß zu den meisten Unfällen.









