In diesem Sommer planen die Amerikaner zunehmend Reisen rund um Hobbys, Outdoor-Aktivitäten und Kindheitsleidenschaften, wobei „Playcations“ zu einem der „bestimmenden“ Trends des Jahres 2026 wird.

Das geht aus dem Sommer-Reisetrendbericht von Airbnb hervor, aus dem hervorgeht, dass Reisende sich für Kurzstreckenausflüge im Inland entscheiden, bei denen es um Surfen, Golfen, Bootfahren und andere aktive Aktivitäten geht, statt für traditionelle Besichtigungstouren oder Langstreckenreisen.

„Das Reisen in diesem Sommer wird von drei Dingen geprägt: Spielen, Nostalgie und dem Reiz der Nähe zu Hause“, heißt es auf der Unterkunftsbuchungsplattform.

„Wir haben diesen Sommer einen deutlichen Anstieg der Inlandsreisen in den USA beobachtet – Reisende erkunden nahegelegene Reiseziele, um ihren liebsten aktiven Hobbys nachzugehen, während verborgene Schätze preisbewussten Entdeckern Erlebnisse zu einem Bruchteil der Kosten bieten.“

Das Unternehmen gibt an, dass Angebote in der Nähe von Golfplätzen, Seeufern und Surfspots in diesem Sommer zu den höchsten Buchungszuwächsen zählten, was die wachsende Nachfrage nach Reisen unterstreicht, die sich immersiv, praktisch und erlebnisorientiert anfühlen.

Der Trend rückt auch weniger bekannte US-Destinationen ins Rampenlicht.

Entlang der Küste von North Carolina erfreuen sich Surfstädte wie Holden Beach, Nags Head und Kill Devil Hills erneutem Interesse von Reisenden, die auf der Suche nach entspannter Strandkultur und anfängerfreundlichen Wellen sind.

Airbnb beschreibt Holden Beach als „Barriere-Inselurlaub, der milde Surfbedingungen und eine entspannte Atmosphäre bietet“, während Nags Head und Kill Devil Hills dank ihrer langjährigen Surfkultur und der klassischen Outer Banks-Landschaft weiterhin Besucher anziehen.

Der Golftourismus weitet sich auch über die bekannteren Urlaubsziele Amerikas hinaus aus.

Anstatt ausschließlich nach Florida oder Arizona zu reisen, suchen Reisende zunehmend nach ruhigeren Golfplätzen in Bundesstaaten wie Michigan, Wyoming und Idaho. Ann Arbor entwickelt sich dank seiner Mischung aus öffentlichen und privaten Golfplätzen zu einem unerwarteten Golf-Hotspot, während Cheyenne und Victor Spieler mit der dramatischen Kulisse der Rocky Mountains und des Teton Valley anziehen.

Für Bootsfahrer und Seeliebhaber boomen auch Reiseziele am Wasser im Mittleren Westen und im pazifischen Nordwesten. Airbnb hob Orte wie Saugatuck hervor, das für seine Jachthafenkultur und Binnenwasserstraßen bekannt ist, sowie Osage Beach und Chelan, wo Reisende Bootsurlaube, Abendessen am Hafen und lange Sommertage auf dem Wasser genießen.

Hobbys werden zum Mittelpunkt des Urlaubs

Der Aufstieg des spielerischen Reisens spiegelt umfassendere Veränderungen in der Art und Weise wider, wie Menschen ihre Freizeit verbringen möchten.

Anstatt Sehenswürdigkeiten von einer Checkliste abzuhaken, legen viele Reisende jetzt Wert auf Erlebnisse, die sich nostalgisch, sozial und körperlich ansprechend anfühlen. Experten sagen, dass Hobbys, die einst als Freizeitbeschäftigungen am Wochenende galten, immer mehr zum Mittelpunkt des Urlaubs selbst werden.

Reiseunternehmen reagieren darauf, indem sie Pakete und Erlebnisse rund um Nischeninteressen zusammenstellen, von Padel-Retreats und Radausflügen bis hin zu kreativen Workshops und Wellness-Abenteuern.

Der Trend hängt auch mit der wachsenden Beliebtheit von „Kinderreisen“ zusammen, bei denen Erwachsene Erfahrungen machen, die traditionell mit Kindheit, Sommerferien und unbeschwerter Erholung verbunden sind.

Dieser von Nostalgie getriebene Wandel verändert bereits andere Teile der Reisebranche.

Ein solcher Trend ist die Entstehung von Sommercamps für Erwachsene, bei denen Reisende Luxushotels gegen Hütten, Lagerfeuer, Kanufahren und Gemeinschaftsaktivitäten eintauschen.

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