„Selten so leer und kaputt“

Post-Olympia-Depression bei Medaillengewinnerin

19.03.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Laura Gimmler: Bei den Olympischen Spielen gewann sie eine Bronzemedaille. (Quelle: IMAGO/HMB Media/Marc Niemeyer)

Bei den Olympischen Winterspielen bewegte sich Laura Gimmler körperlich und mental am Höhepunkt. Danach fiel sie in ein Loch.

Der große Erfolg kam überraschend – und er hinterließ Spuren. Laura Gimmler gewann gemeinsam mit Coletta Rydzek Bronze im Teamsprint. Ein Resultat, das so kaum erwartet worden war. Bei der Siegerehrung überwog noch die Freude, doch kurz nach der Rückkehr aus Norditalien änderte sich die Gefühlslage deutlich.

Vor dem Weltcup-Finale in Lake Placid sprach die 32-Jährige offen über ihre aktuelle Verfassung. „Seit den Olympischen Spielen bin ich körperlich und mental wirklich ziemlich am Limit. Ich glaube, ich war selten so leer und kaputt“, sagte Gimmler.

Zwar blickt Gimmler den anstehenden Wettkämpfen entgegen, gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach einer Pause: „Die vielen Emotionen der letzten Wochen, dieses ständige Auf und Ab und am Ende doch noch einen großen Traum verwirklichen zu können, das hat unglaublich viel Kraft gekostet.“

Noch bei den Olympischen Spielen hatte die Lebensgefährtin von Cyprien Sarrazin, der nach seinem schweren Sturz 2024 weiter um seine Rückkehr kämpft, Tränen der Freude gezeigt. Wie groß der Druck vor dem Teamsprint gewesen war, machte sie danach ebenfalls deutlich.

„Wir standen so brutal unter Druck. Wir haben diese Nacht beide nicht geschlafen, Coletta hat sich ein paar Mal übergeben. Aber das ist jetzt alles egal. Wir leben gerade unseren Traum“, hatte sie nach dem Wettkampf gesagt.

In den kommenden Wochen will sich Gimmler auf Regeneration und Erholung konzentrieren. Bis zum nächsten Winter bleibt dafür ausreichend Zeit.

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