Landkreis Teltow-Fläming
Gefährlicher Fadenwurm bei Wildschwein entdeckt
Aktualisiert am 21.02.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Landkreis Teltow-Fläming war erneut ein Wildschwein mit Trichinen befallen. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gab es 2025 einige Funde des für den Menschen gefährlichen Fadenwurms.
Nach acht Funden von Trichinen bei Wildschweinen im vergangenen Jahr in Brandenburg ist jetzt im Landkreis Teltow-Fläming erneut der gefährliche Fadenwurm nachgewiesen worden. In den Muskeln eines Wildschweins seien Trichinen gefunden worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Das Tier wurde in einem Jagdgebiet nahe Rangsdorf an der Grenze zum Landkreis Dahme-Spreewald erlegt.
Menschen können laut Bundesinstitut für Risikobewertung über den Verzehr von trichinenhaltigem, rohem Fleisch die Infektionskrankheit Trichinellose bekommen. Die meldepflichtige Erkrankung kommt in Deutschland selten vor.
Bundesweit habe es im vergangenen Jahr 19 Fälle bei Wildschweinen gegeben – davon acht in Brandenburg, zehn in Mecklenburg-Vorpommern und einen in Bayern, teilte der Kreis Teltow-Fläming mit. Bei Hausschweinen allerdings seien 2025 keine Trichinen nachgewiesen worden.
Eine Untersuchung auf Trichinen ist laut Landkreis bei allen Wild- und Hausschweinen und anderen empfänglichen Tierarten wie Pferd, Waschbär und Fuchs vorgeschrieben. „Der aktuelle Befund zeigt erneut, wie wichtig es ist, Tierkörper vor der Weiterverarbeitung oder Zubereitung des Fleisches untersuchen zu lassen“, hieß es. Mit bloßem Auge lasse sich ein Befall nicht erkennen.
Bereits im vergangenen Jahre meldete der Kreis Teltow-Fläming einen Trichinen-Befall bei einem Wildschwein – auch im Jagdgebiet bei Rangsdorf.
Eine Trichinellose beim Menschen kann einen milden bis schweren Verlauf nehmen. Die Symptome sind zu Beginn der Infektion etwa Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Es können später auch Fieber, Muskelschmerzen und Ödeme im Augenbereich auftreten, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung die Infektion beschreibt.
