Lahmes Internet? Es muss nicht unbedingt am Anschluss liegen | Leben & Wissen

Sie zahlen eine schnelle Internet-Leitung – und trotzdem ruckeln YouTube-Filme und Netflix? Das muss nicht unbedingt die Schuld von Telekom, Vodafone & Co. sein. Vielleicht steht das Problem auch bei Ihnen im Schrank.

Wenn Router in die Jahre kommen …

Viele der Router, die heute noch in Betrieb sind, stammen aus der Anfangszeit des Internets. Damals mussten drei, vier Geräte per WLAN mit dem Web verbunden werden.

Heute hat so ein Router größere Aufgaben. Im deutschen Durchschnitts-Haushalt sind 12 Geräte vernetzt, bei Smart-Home-Fans sind es schnell auch mal mehr als 30. Sie alle funken ständig und halten den Router so ständig beschäftigt.

Dazu kommen aufwendigere Anwendungen wie Videostreams in UltraHD-Auflösung oder ständiges Streamen von Musik auf vernetzte Lautsprecher – und schon ist der gute alte Router am Ende seiner Möglichkeiten.

Das tapfere Gerät klagt nicht, sondern arbeitet alles Schritt für Schritt ab. So funktioniert zwar alles im Heimnetz, doch für uns Nutzer wird alles langsamer, während der Router versucht, den Verkehr von fünf Lampen, drei Lautsprechern, sieben Thermostaten, zwei Fernsehern und vier Handys abzuwickeln.

Wütende Anrufe beim Internet-Anbieter helfen da auch nicht. Ist der Router älter als fünf Jahre, dann sind die Chancen ganz gut, dass er am nur tröpfelnden Datenstrom schuld ist.

Falls bei Ihnen jetzt ein neuer Router fällig ist, sind hier noch ein paar Tipps für die Neuanschaffung:

► Achten Sie beim Kauf nicht auf die maximal versprochene Geschwindigkeit. Die Werte, die Hersteller hier angeben, sind nur theoretische Werte, die im Alltag vollkommen unwichtig sind.
► Stattdessen sollte Ihr neuer Router WiFi 6 (besser noch 6E) unterstützen. Der Standard hat unter Tech-Freaks auch den eingängigen Namen IEEE 802.11ax.
► Ein weiteres Schlüsselwort ist Mesh. Das erlaubt es später, die Reichweite des WLANs problemlos zu erweitern.
► Außerdem sollte das Gerät den Sicherheitsstandard WPA3 unterstützen. Bei mesh-fähigen WiFi-6-Routern ist das aber ohnehin der Fall.

Übrigens: Bei den Kollegen der ComputerBILD sind in den Top Ten der getesteten Router acht Fritz-Boxen von AVM.

Moderne Router wie die Fritz!Box 7590ax sind dafür gebaut, viele Geräte gleichzeitig mit stabilen Datenraten zu versorgten

Foto: AVM

Den neuen Router in Betrieb zu nehmen, ist leider etwas komplizierter, als ihn zu kaufen. Wenn Sie kein Netzwerk-Profi sind: Holen Sie sich Hilfe! Entweder vom Fachhändler oder vom Kind bzw. Enkel der Wahl. Denn für Profis ist den Router-Tausch ein Klacks. Für Laien kann er aber auch bedeuten, dass man sich die Zeiten der ruckelnden Videos zurückwünscht.

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