Monatswechsel
Lachgas, USB-C, Tarife – was ändert sich im April?
Aktualisiert am 28.03.2026 – 04:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Mehr Geld im öffentlichen Dienst, strengere Regeln für Lachgas und eine USB-C-Pflicht für weitere Geräte: Der neue Monat bringt einige Änderungen.
Der Frühling nimmt Fahrt auf und Ostern steht kurz vor der Tür, im April können sich die Menschen aber nicht nur auf Ferien und die Aussicht auf besseres Wetter einstellen. Welche Änderungen bringt der neue Monat?
Nach der Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bekommen rund 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder ab dem 1. April mehr Geld: Ihre Löhne steigen um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro. Das gilt in 15 von 16 Bundesländern, da das Land Hessen getrennt verhandelt. Die nächste Erhöhung gibt es zum 1. März 2027.
Starke Raucherinnen und Raucher haben ab dem 1. April Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Aktive und ehemalige Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren können sich künftig alle 12 Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) untersuchen lassen. Die Leistung wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Bis man einen Termin bekommt, könnte es allerdings noch etwas länger dauern. Ärztinnen und Ärzte sowie Radiologinnen und Radiologen brauchen dafür eine besondere Fortbildung, letztere darüber hinaus eine Genehmigung, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mitteilte.
Ab dem 28. April müssen in der EU angebotene Laptops verpflichtend einen USB-C-Ladeanschluss haben. Für Kleingeräte wie Smartphones und Handys gilt das bereits seit Ende 2024, für Laptops galt dagegen eine längere Übergangszeit. Auch Geräte, die eine höhere Leistung als die über USB-C möglichen 240 Watt benötigen, müssen den Anschluss zumindest als zusätzliche Buchse mitbringen.
Minderjährige dürfen ab dem 12. April bundesweit kein Lachgas mehr erwerben oder besitzen. Generell verboten werden der Online-Handel mit Lachgas und der Kauf an Automaten. Gerade für Minderjährige ist der Konsum von Lachgas mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden – von Bewusstlosigkeit bis hin zu bleibenden Schäden des Nervensystems. Strikte Regeln kommen auch für die als K.-o.-Tropfen bekannten Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO).
Das Bundesverkehrsministerium hat ein neues Förderprogramm für E-Auto-Ladestellen in Mehrfamilienhäusern gestartet. Laut Minister Patrick Schnieder (CDU) stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung, um Wallboxen, Netzanschlüsse und weitere technische Ausrüstung zu installieren. Die Anträge können ab dem 15. April 2026 über ein eigens eingerichtetes Förderportal gestellt werden. Die Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt sollen in getrennten Programmen an Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Wohnungsunternehmen, private Vermieter sowie an Wohnungsbaugesellschaften vergeben werden.
