Rheinenergiestadion
KVB-Haltestelle soll mit rund 40 Millionen Euro umgebaut werden
15.01.2026 – 10:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Ausbau der Kölner Ost-West-Achse betrifft etliche Haltestellen im Stadtgebiet. Besonders teurer könnte die Haltestelle am Stadion des 1. FC Köln werden.
Die KVB-Haltestelle am Kölner Rheinenergiestadion soll in den kommenden Jahren für bis zu 41,2 Millionen Euro erneuert und umgebaut werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die am kommenden Dienstag (20. Januar) im Mobilitätsausschuss der Stadt Köln abgestimmt werden soll. Hintergrund ist der Ausbau der Ost-West-Achse entlang der Linie 1, auf der künftig 90 Meter lange Stadtbahnen eingesetzt werden sollen.
Der Ausbau ist an allen Haltestellen zwischen Köln-Weiden und Bergisch Gladbach-Bensberg notwendig. Die Ausgangslage an der Haltestelle am Rheinenergiestadion, die vor allem zu Spielen des 1. FC Köln stark frequentiert wird, ist allerdings kompliziert: Denn eine einfache Verlängerung der bestehenden Bahnsteige an der Sonderhaltestelle am Stadion ist weder in Richtung Innenstadt, noch in Richtung Junkersdorf problemlos möglich.
Zum einen müssten Stadt und Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) eine Genehmigung zum Ausbau in einem Landschaftsschutzgebiet bekommen, sollten sie in Richtung Innenstadt ausbauen. Westlich liegt dagegen das Park-and-Ride-Parkhaus an der Haltestelle, das bei einer Verlängerung des Bahngleises abgerissen werden müsste. Die KVB empfehlen in einem Gutachten daher, einen neuen Bahnsteig nördlich der bisher bestehenden zwei Bahnsteige zu errichten.
Die Situation ist besonders prekär, da an der Haltestelle bereits FC-Fans von Gästefans getrennt werden müssen. Bisher wurden bereits die vorhandenen Bahnsteige genutzt, um die Anhänger schon an der Haltestelle zu trennen. Das soll auch künftig so bleiben. Die KVB schlagen in ihrer Untersuchung daher mehrere Varianten vor, in denen entweder Aufzüge oder Brücken den Zugang zu den beiden Bahnsteigen ermöglichen.
Um Fans voneinander zu trennen, soll bei Hochrisikospielen auch die Möglichkeit bestehen, den Zugang zu den Bahnsteigen durch verschließbare Tore zu beschränken. Ein weiterer Kostentreiber ist ein Technik- und Aufenthaltsgebäude samt Leitstand, dass durch die Umbauarbeiten abgerissen und neu gebaut werden müsste. KVB-Personal und Sicherheitskräfte sollen dadurch die Möglichkeit haben, vor Ort stets einen Überblick über die Lage an den Bahnsteigen zu haben.
Mobilitätsausschuss und Stadtrat sollen zunächst darüber abstimmen, ob die Stadt ein Architektur- und Ingenieursbüro für 1,1 Millionen Euro zur weiteren Planung beauftragen darf. Dieses soll dann erörtern, welche Variante für einen Ausbau der Sonderhaltestelle am Rheinenergiestadion sinnvoll ist. Je nach Entscheidung könnten die Kosten noch um bis zu 7,5 Millionen Euro sinken.










