Die Crew meldete sich rund drei Stunden nach dem Manöver sichtlich bewegt aus der Kapsel. Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen sagte, er könne noch immer nicht glauben, auf dem Weg zum Mond zu sein. Kommandant Reid Wiseman richtete eine Botschaft an die Menschen auf der Erde: Von dort oben wirke der Planet wie eins – die Mission zeige, was möglich sei, wenn man zusammenarbeite.

Die „Artemis 2“-Mission ist in der Nacht zu Donnerstag gestartet und umrundet derzeit die Erde. Wer die „Orion“-Raumkapsel und die vier Astronauten auf ihrer Reise verfolgen will, kann das über die „Artemis Real-time Orbit Website (AROW)“ tun. Während des rund zehntägigen Flugs zeigt das Tool in Echtzeit, wo sich die „Orion“-Kapsel befindet, wie weit sie von Erde und Mond entfernt ist und wie lange die Mission bereits läuft.

Das Tracking ist über die Webseite der Nasa sowie über die Nasa-App möglich. Dort können Nutzer zusätzlich eine Augmented-Reality-Funktion nutzen: Sie zeigt per Smartphone, wo sich die „Orion“ am Himmel befindet. Die Daten stammen direkt von Sensoren an Bord und werden fast ohne Verzögerung übertragen – so lässt sich die Reise zum Mond erstmals nahezu live mitverfolgen.

Systemausfall kurz nach dem Start: US-Astronautin Christina Koch hat eine defekte Toilette in der „Orion“-Raumkapsel gemeldet. Das berichtet die Nasa auf ihrer Seite. Kurz darauf habe das Kontrollzentrum in Houston die Raumfahrerin durch eine Reihe von Schritten geleitet, um das Problem zu beheben.

„Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Toilette wieder einsatzbereit ist“, habe Houston dann an Koch gefunkt. „Wir empfehlen, das System vor der Inbetriebnahme auf Betriebstemperatur zu bringen und es danach noch etwas laufen zu lassen.“

Die Toilette an Bord der „Orion“-Kapsel ist eine kleinere Version der Anlagen auf der Internationalen Raumstation ISS. Sie ist in den Boden der Raumkapsel integriert und ermöglicht den „Artemis 2“-Astronauten etwas Privatsphäre bei der Verrichtung ihrer Notdurft.

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