Verwunderung bei TV-Experte
„Noch nie gesehen“: Kurioser Elfmeter in Österreich
12.04.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Bundesliga-Spiel zwischen Linz und Tirol endet deutlich. Eine Szene aus dem Spiel sticht ob ihrer Kuriosität heraus.
Blau-Weiß Linz, Schlusslicht der österreichischen Bundesliga, hat am Samstag ein deutliches Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesendet. Die Linzer setzten sich vor heimischem Publikum mit 5:0 gegen die WSG Tirol durch und verkürzten den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz damit auf zwei Punkte. Viel mehr als das deutliche Ergebnis wurde in Linz aber über eine Szene kurz vor der Halbzeitpause gesprochen.
Während die Hausherren einen Einwurf schnell ausführten, sprang der Ball, der kurz zuvor ins Seitenaus geflogen war, plötzlich ins Feld zurück. Der Tiroler Profi Benjamin Böckle spielte den zweiten Ball bewusst in den eigenen Strafraum, wo ein Mitspieler gerade den anderen Ball im Duell mit einem Angreifer klärte. Schiedsrichter Arnes Talic zeigte Böckle Gelb und entschied nach einem Austausch mit dem VAR auf Elfmeter.
„Das habe ich so noch nie gesehen“, kommentierte Ex-Profi und TV-Experte Andreas Herzog die Situation in der Halbzeitpause bei Sky. Der frühere Spieler des FC Bayern und von Werder Bremen zeigte aber auch Verständnis für die Entscheidung.
Das Regelwerk ist in derartigen Fällen klar. Laut Punkt 12.5 des International Football Association Board handelt es sich im weiteren Sinne um eine Unsportlichkeit. Im Wortlaut besagt die Regel: „Wirft oder tritt ein Spieler innerhalb oder außerhalb des Spielfeldes einen Gegenstand (außer dem Spielball) auf einen Gegenspieler, wird das Spiel an der Stelle fortgesetzt, an der der Gegenstand die Person oder den Spielball getroffen hätte. Befindet sich die Stelle innerhalb des Strafraums des Täters, wird das Spiel mit einem Strafstoß fortgesetzt.“
