Mittelfeldmotor der WM 2006
Dieser TV-Schurke verdankt seinen Namen einem Werder-Star
19.06.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Serienfans kennen Gustavo Fring als eiskalten Drogenbaron aus „Breaking Bad“. Was viele wohl nicht wissen: Der Name hat seinen Ursprung bei einem früheren Werder-Profi.
Wer an Torsten Frings denkt, hat meist die Bundesliga vor Augen: Meisterschaften mit Bayern München, Champions-League-Abende mit Werder Bremen oder seinen Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft. Doch der frühere Mittelfeldspieler hat es noch in eine ganz andere Welt geschafft – nach Albuquerque in New Mexico.
Dort treibt in der Erfolgsserie „Breaking Bad“ einer der bekanntesten TV-Bösewichte der vergangenen Jahrzehnte sein Unwesen: Gustavo „Gus“ Fring. Millionen Zuschauer kennen den scheinbar freundlichen Fast-Food-Unternehmer als Drogenboss mit eiskalter Fassade.
Das „s“ stört – also wird es kurzerhand gestrichen
Der Nachname der Figur geht tatsächlich auf Torsten Frings zurück. Das verriet „Breaking Bad“-Autor George Mastras bereits vor einigen Jahren bei einer Veranstaltung für Drehbuchautoren.
Mastras war nach eigenen Angaben Fan des deutschen Fußballers. Als er nach einem Namen für die neue Figur suchte, griff er auf den Namen des damaligen Nationalspielers zurück. Aus Frings wurde allerdings Fring.
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Der Grund dafür ist fast noch kurioser als die Geschichte selbst. Mastras erklärte, ihn habe das „s“ am Ende gestört. Dadurch seien beim Schreiben immer wieder Apostrophe nötig gewesen. Also strich er den letzten Buchstaben kurzerhand.
„I was a fan of the German soccer player Torsten Frings“, erklärte Mastras damals und schilderte, wie daraus der Name Fring entstand. Torsten Frings selbst war an der Entstehung der Figur nicht beteiligt. Auch inhaltlich gibt es keine Verbindung zwischen dem früheren Werder-Profi und dem Seriencharakter.
Geschichte sorgt bis heute für Staunen
Trotzdem sorgt die Geschichte bis heute für Staunen. Denn Gustavo Fring gilt als eine der prägendsten Figuren der Fernsehgeschichte. Das US-Magazin „Rolling Stone“ zählte ihn zu den größten TV-Schurken aller Zeiten. Mit „Better Call Saul“ erhielt die Figur später sogar noch deutlich mehr Hintergrundgeschichte.
