Im WDR
Einer der besten Gangsterfilme überhaupt läuft bald im TV
13.03.2026 – 17:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Manche Szenen werden berühmter als der eigentliche Film. Bei „Die üblichen Verdächtigen“ ist die legendärste Szene einem Missgeschick am Set geschuldet.
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Wer Gangsterfilme und Hollywoodklassiker zu schätzen weiss, kommt an „Die üblichen Verdächtigen“ nicht vorbei. Dabei war der Film zunächst gar nicht für den großen Erfolg ausgelegt, sondern eine Kleinproduktion.
Im Hafen von Los Angeles ereignet sich eine tödliche Katastrophe. Die Polizei steht vor einem Rätsel und beginnt die Ereignisse, die zu einer Explosion und einer Schießerei geführt haben, zu rekonstruieren. In Rückblenden erzählt der einzige Überlebende von fünf Verbrechern unter anderem wie die Gruppe ausgerechnet durch eine Gegenüberstellung bei der Polizei zueinander gefunden hat und Chaos stiftete.
Der Film von 1995 begeistert das Publikum. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes vergeben Kritiker 87 Prozent, Zuschauer dagegen 96 Prozent für den Film. Die Filmdatenbank IMDb bewertet den Krimi mit 8,5 von 10 Sternen. Der Film gilt mittlerweile als ein Paradebeispiel für einen unzuverlässigen Erzähler und als Kultklassiker mit Film Noir Elementen.
Für Fans unerwarteter Wendungen und düsterer Kriminalfilme mit komödiantischen Einschüben läuft „Die üblichen Verdächtigen“ am Sonntag, 15. März, um 00.15 Uhr im WDR. Alternativ ist der Film bei Apple TV+ im Abo erhältlich.
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Die berühmteste Szene des Films zeigt die Gegenüberstellung der fünf Kriminellen. Ursprünglich hatte Regisseur Bryan Singer keinerlei Humor in der Szene vorgesehen. Trotz mehrerer Versuche, konnten die Schauspieler nicht ernst bleiben und lachten immer wieder während des Drehs. Singer hatte keinen Erfolg, die Szene ernst zu gestalten.
Im Bonusmaterial zum Film erzählt Kevin Pollak, warum sie immer wieder lachten: „Del Toro furzte ungefähr zwölf Mal.“ Del Toro selbst erinnerte sich ebenfalls daran, verwies aber auf einen anderen Schuldigen. Schließlich gab Singer auf, wich vom ursprünglichen Skript ab und ließ die „fehlgeschlagene“ Szene der Gegenüberstellung im Film.
„Die üblichen Verdächtigen“ hatte auch für die Neunziger ein sehr niedriges Budget. Der Film wurde mit nur sechs Millionen US-Dollar gedreht, mit entsprechend kurzer Drehzeit und niedrigen Gehältern der Schauspieler. Umso beeindruckender ist der durchschlagende Erfolg.
Neben den positiven Kritiken konnte der Film mehrere Auszeichnungen gewinnen, darunter zwei Academy Awards: Kevin Spacey bekam den Oscar als bester Nebendarsteller und Christopher McQuarrie den Oscar für das beste Drehbuch.
