Vorsicht, heiß!

Kühlmittel im Auto nachfüllen: Das müssen Sie beachten


Aktualisiert am 22.07.2025Lesedauer: 3 Min.

Wichtige Flüssigkeit: Das Kühlmittel sorgt für die richtigen Temperaturen im Motor. (Quelle: Sebastian Geisler/imago-images-bilder)

Besonders bei warmen Temperaturen ist der Kühler des Autos gefragt. Was Sie beim Kühlmittel beachten und warum Sie auf einen kühlen Motor setzen sollten.

Damit ein Verbrennungsmotor nicht überhitzt, benötigt er eine Abkühlung – insbesondere im Sommer und wenn er viel leisten muss. Im Kühlerkreislauf fließen deshalb zehn bis 15 Liter Flüssigkeit vom Zylinderblock zum Kühler selbst. Wenn die pumpenbetriebene Anlage nicht richtig gewartet und nachgefüllt wird, kann das teure Schäden nach sich ziehen.

Bei modernen Autos in der Regel selten. Doch kleinere Undichtigkeiten oder Schäden können dazu führen, dass mit der Zeit Flüssigkeit verloren geht. Ursache können laut ADAC zum Beispiel Marderbisse an Schläuchen sein. Falls die Schläuche dicht sind und der Flüssigkeitsstand trotzdem fällt, kann es an der Wasserpumpe oder der Zylinderkopfdichtung liegen. Viele Fahrzeuge melden inzwischen, wenn der Kühlflüssigkeitsstand zu niedrig ist.

Bei laufendem oder warmem Motor sollten Sie niemals den Deckel des Ausgleichsbehälters öffnen, um Flüssigkeit zu kontrollieren oder nachzufüllen: Dann steht das System unter Druck und beim Öffnen können Sie sich schwer verletzen oder durch die heiße Kühlflüssigkeit verbrühen. Wenn Sie kalte Kühlflüssigkeit in den heißen Motor einfüllen, können sich Risse im Kühlsystem bilden, warnt der ADAC.

Ist der Motor noch warm, sollten Sie ausschließlich eine Sichtkontrolle der Kühlflüssigkeit von außen vornehmen, wenn möglich: Der meist weiße oder transparente Flüssigkeitsbehälter ist häufig am Symbol „Vorsicht, Verbrühungsgefahr“ zu erkennen. Auf ihm sind eine Min- und eine Max- Markierung eingezeichnet. Bei kaltem Motor sollte sich der Flüssigkeitspegel dazwischen befinden.

Beim Sichtcheck sollten Sie auch auf den Zustand der Flüssigkeit achten: Ist das Kühlwasser verfärbt oder schwimmen Partikel darin, deutet dies auf Korrosion hin. Ein Ölfilm lässt darauf schließen, dass die Zylinderkopfdichtung defekt ist.

Öffnen Sie bei kaltem Motor den Deckel des Flüssigkeitsbehälters und füllen Sie so viel Flüssigkeit nach, bis der Pegel zwischen der Min- und der Max-Markierung liegt.

Da es sich beim Kühlsystem um einen komplexen und für den Motor lebenswichtigen Kreislauf handelt, heißt die Devise: Die richtige Mischung macht’s.

Im Handel gibt es Konzentrate, die Sie selbst anmischen können, und auch Fertigmischungen, bei denen der Wasseranteil bereits ausreicht. Jeder Fahrzeughersteller gibt in der Betriebsanleitung das richtige Verhältnis an. Nur so bleibt der optimale Frost- und Korrosionsschutz gewahrt, heißt es vom TÜV Thüringen.

Die unterschiedlichen Farben des Kühlmittels dienen der schnellen Orientierung und dazu, dass Kühlmittel unterschiedlicher Spezifikation nicht versehentlich gemischt werden. Entscheidend bei der Wahl des richtigen Mittels ist aber nicht die Farbe, sondern die Typenkennungen wie G11, G12+ oder G13. Lesen Sie hierfür das Handbuch Ihres Autos oder werfen Sie einen Blick auf den Ausgleichsbehälter: Die Kennung ist in den Kunststoff eingeprägt oder aufgedruckt.

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