Was das für Reisende bedeutet
Urlaubsland führt digitale Maut ein
18.02.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Kroatien plant eine umfassende Modernisierung seines Mautsystems auf Autobahnen. Ab Herbst 2026 erfolgt die Umstellung auf ein digitales Konzept.
Kroatien ist ein beliebtes Urlaubsland der Deutschen. Viele erreichen es mit dem Flieger, andere reisen per Auto oder Camper. Das Land an der Adria hat etliche Campingplätze, viele davon direkt am Meer.
Auch das Autobahnnetz in Kroatien ist recht gut ausgebaut. Wer dort unterwegs ist, muss allerdings eine Maut bezahlen. Anders als etwa in Österreich oder Slowenien gibt es in Kroatien aber keine klassische Vignette. Stattdessen wird streckenabhängig abgerechnet. Wer auf eine mautpflichtige Autobahn fährt, zieht bei der Einfahrt ein Ticket, bezahlt wird dann bei der Ausfahrt. So zumindest lief es bisher.
Denn ab Herbst 2026 soll die Maut vollständig digital und schrankenlos erhoben werden. Klassische Mautstationen mit Ticket und Kassenhäuschen sollen entfallen. Stattdessen ist eine elektronische Erfassung vorgesehen. Diese soll entweder über eine Kennzeichenregistrierung per Webportal oder mittels einer fest im Fahrzeug installierten Mautbox erfolgen, wie der ADAC schreibt. Auch die Bezahlung soll digital erfolgen.
Ziel der Umstellung ist es, Staus vor Mautstationen zu vermeiden und den Verkehrsfluss insbesondere in der Urlaubssaison zu verbessern. Die Mautgebühren stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht final fest, sollen sich aber laut ADAC an denen anderer europäischer Länder orientieren.
Bis das neue System in Kraft tritt, bleibt zunächst alles beim Alten. Bis Herbst 2026 kann an den Mautstationen in bar oder mit Karte gezahlt werden. Die Höhe der Maut richtet sich nach Fahrzeugkategorie (unter anderem Höhe und Achszahl). Motorräder kosten weniger als Pkw, Wohnmobile oder Gespanne fallen häufig in eine höhere Tarifklasse.
Beispiele für Streckenmaut (Pkw):
Landstraßen sind zwar mautfrei, verlängern die Reisezeit jedoch deutlich. Auch einzelne Brücken oder Tunnel können gebührenpflichtig sein. Wer die Route im Voraus plant, kann die anfallenden Kosten jedoch gut kalkulieren und böse Überraschungen vermeiden. Der ADAC bietet beispielsweise einen Mautrechner an, mit dem man die Höhe der Kosten berechnen kann.
