Anschließend nahmen die Kursschwankungen deutlich zu. Das lässt sich auch an sogenannten Volatilitätsindizes ablesen – etwa dem VDax in Deutschland oder dem VIX in den USA. Diese Indizes messen sozusagen das „Nervositätsniveau“ an den Märkten.
Interessant war jedoch: Schon am Dienstag ließ die Nervosität wieder etwas nach, und viele europäische Aktien erholten sich. Das zeigt ein typisches Muster an der Börse. Gerade bei militärischen Konflikten, deren Dauer als begrenzt eingeschätzt wird, entstehen nach den ersten heftigen Kursverlusten oft überraschend gute Kaufgelegenheiten.
Historische Beispiele bestätigen das. Während der beiden Irak-Kriege erwiesen sich die ersten starken Kurseinbrüche im Nachhinein nicht als Verkaufssignal, sondern als Einstiegsgelegenheit für langfristige Anleger. Denn wenn Angst und Unsicherheit dominieren, werfen viele Investoren ihre Aktien überstürzt auf den Markt. Wer in solchen Momenten Ruhe bewahrt, kann davon profitieren. Genau das haben wir in unserem Börsenbrief Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei geht es allerdings nie darum, exakt den tiefsten Kurs zu treffen – das wäre pures Glück.
Erreicht man per Zufall mal den tiefsten Kurs bei Lufthansa, Nvidia, Lanxess oder Siemens, ist das eher Zufall als Strategie. Es geht in solchen Börsenwochen vor allem darum, Chancen zu nutzen und über den Schnitt hinweg gute Neueinstiege zu erwischen.
Mit der gestiegenen Volatilität galt es dann am Dienstag und Mittwoch, unseren Börsenbrief-Lesern auch handwerklich zu erklären, warum bestimmte Finanzinstrumente in solchen Phasen besonders interessant sein können.
Dazu gehören sogenannte Derivate, also Wertpapiere, deren Wert sich von einem anderen Vermögenswert ableitet, etwa von einer Aktie oder einem Rohstoff. Einige dieser Konstruktionen profitieren sogar davon, wenn die Kursschwankungen steigen. Gerade in geopolitischen Krisen kann das der Fall sein. Bei Produkten wie Discount-Zertifikaten oder Bonus-Zertifikaten verbessern sich in solchen Phasen oft die Chancen-Risiko-Verhältnisse.
Zur Wochenmitte richtete sich der Blick besonders auf den Ölmarkt. In den ersten Tagen der Woche waren die Ölpreise stark gestiegen. Gleichzeitig kündigte Donald Trump an, dass er nach dem Ende der Angriffe wieder deutlich niedrigere Preise erwartet.










