Block-Prozess in Hamburg
Was geschah nach der Entführung? Beamtinnen sagen aus
11.03.2026 – 18:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Am 38. Verhandlungstag lädt das Landgericht Hamburg zwei Kriminalbeamtinnen in den Zeugenstand. Sie sollen Licht ins Dunkel bringen – über Geschehnisse nach der Kindesentführung.
Am Donnerstag hat das Landgericht Hamburg im Block-Prozess zwei Kriminalbeamtinnen als Zeuginnen geladen. Sie sollen ab 9.30 Uhr zum Geschehen unmittelbar nach der Entführung der beiden Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark aussagen. Am vergangenen Prozesstag hatte eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamts erklärt, sie habe bei einem Besuch im Haus der Mutter Christina Block keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung bei dem Jungen und dem Mädchen festgestellt.
Am Neujahrstag 2024 waren der damals Zehnjährige und die 13-Jährige von den Entführern zu einem Bauernhof in Baden-Württemberg gebracht worden. Von dort holte Christina Block sie nach eigenen Angaben nach Hamburg. Der Unternehmerin wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet das.
Die 52-Jährige führt seit Jahren einen erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel um die beiden jüngsten der vier gemeinsamen Kinder. Die Kinder waren im Sommer 2021 nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in Dänemark nach Hamburg zurückgekehrt.
Es gibt sechs Mitangeklagte in dem Prozess, darunter auch der Lebensgefährte von Christina Block, Gerhard Delling (66), dem Beihilfe vorgeworfen wird. Der frühere Sportmoderator bestreitet, etwas Unrechtes getan zu haben. Hensel ist als Nebenkläger beteiligt, weil er bei der Entführung der Kinder verletzt wurde.










