„Wir waren am Ende“
Kreuzfahrtgäste erheben Vorwürfe – Aida leitet interne Prüfung ein
Aktualisiert am 24.06.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Paar vermisst nach einer Kreuzfahrt seine Bauchtasche. Obwohl die Reederei nach eigenen Angaben nichts findet, taucht die Tasche später in der Kabine auf.
Nach einer Kreuzfahrt mit der „Aida Prima“ erhebt ein Paar aus Niedersachsen Vorwürfe gegen die Reederei. Eine im Kabinen-Safe vergessene Bauchtasche war wochenlang nicht auffindbar – bis sie schließlich von einem anderen Passagier entdeckt wurde. Der Fund wirft im Nachhinein Fragen auf.
Wie Anke und Hilmar Osmers der „Kreiszeitung“ erzählen, sollte die Norwegen-Reise mit der „Aida Prima“ für die beiden mit der Heimkehr enden. Doch nachdem das Paar in Hamburg von Bord gegangen war, bemerkte Hilmar Osmers, dass er seine Bauchtasche im Safe der Kabine vergessen hatte. Darin befanden sich laut seiner Frau unter anderem Ausweise, Bankkarten, Führerschein, Krankenkarte sowie Schlüssel.
Die beiden meldeten den Verlust umgehend bei Aida Cruises. Nach eigenen Angaben wurde ihnen später jedoch mitgeteilt, dass die Tasche nicht gefunden worden sei. In der Zwischenzeit beantragte das Ehepaar bereits neue Dokumente.
Verlust auf der „Aida Prima“: Bauchtasche tauchte doch noch auf
Die Wende kam erst, als Anke Osmers über eine Facebook-Gruppe Kontakt zum neuen Bewohner ihrer ehemaligen Kabine aufnahm. Dieser stellte fest, dass der Safe noch immer verschlossen war. Nachdem er das Bordpersonal gebeten hatte, ihn zu öffnen, wurde die vermisste Bauchtasche darin entdeckt – und erreichte am Ende doch noch ihren Besitzer.
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Für die Betroffenen wirft der Vorfall Fragen auf. „Das Öffnen des Safes hätte schon drei Wochen früher geschehen müssen“, kritisierte Anke Osmers. Besonders unverständlich sei für sie, dass zuvor mitgeteilt worden sei, die Tasche sei nicht gefunden worden. „Das Personal hatte überhaupt keine Recherchen unternommen, und sie haben mich telefonisch […] belogen, indem sie uns mitteilten, dass in dem Safe nichts gefunden wurde“, ärgert sie sich. Für das Paar eine regelrechte Odyssee: „Wir waren am Ende.“
Aida Cruises entschuldigte sich laut Angaben der Eheleute inzwischen für den Vorfall. Die Reederei erklärte, man bedauere den Vorgang sehr. Die Tasche wurde per Post an ihre Eigentümer zurückgeschickt.
Aida Cruises: „Wir arbeiten daran, dass das nicht wieder passiert“
Auf Anfrage der t-online-Regionalredaktion in Hamburg betont das Unternehmen: „Wir sind sehr froh, dass Familie Osmers ihre Brusttasche mit all den wichtigen Unterlagen zurückerhalten hat.“ Und weiter: „Die Rücksendung hätte schneller gehen können, wir arbeiten daran, dass das nicht wieder passiert.“
Doch wie konnte es überhaupt erst zu dem Vorfall kommen? Diesbezüglich hält sich die Reederei bedeckt. „Der genaue Ablauf ist derzeit Gegenstand einer internen Prüfung“, heißt es.











