Erste Auszählungen

OB-Wahl: Überraschung liegt in der Luft


22.03.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Grünen-Politiker Dominik Krause (Archivbild): Er galt schon beim ersten Wahlgang als Gewinner des Abends, obwohl er nur am zweitmeisten Stimmen erhielt. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

Wer sichert sich den Chefsessel im Münchner Rathaus? Die Entscheidung darüber fällt am Sonntag. Wer jubelt am Abend?

Löst Dominik Krause (Grüne) Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) als Münchens Oberbürgermeister ab? Am Sonntag waren rund 1,1 Millionen Wahlberechtigte in der Landeshauptstadt zur Stichwahl aufgerufen. Grund dafür ist, dass weder Reiter (35,6 Prozent) noch Herausforderer Krause (29,5 Prozent) im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit erreicht hatten.

Beide traten deshalb am Sonntag in der Stichwahl erneut gegeneinander an. Inzwischen sind die ersten Stimmbezirke ausgezählt. Vieles deutet aktuell darauf hin, dass den Grünen eine Überraschung gelingen könnte. Während Reiter im ersten Wahlgang noch auf gut sechs Prozentpunkte mehr als Krause kam, zeichnet sich jetzt ein anderes Ergebnis ab.

Nachfolgend sind die aktuellen Zwischenergebnisse der Bewerber aufgeführt:

Stand: 22. März 2026, 18.30 Uhr. Ausgezählt: 495 von 926 Stimmbezirken. Quelle: Stadt München.

Die Auszählung der Stimmen läuft. Da bei der Oberbürgermeisterwahl lediglich eine Stimme vergeben wird, liegen diese Ergebnisse deutlich schneller vor als die der Kommunalwahl vor zwei Wochen. Dort entsteht durch das System des Panaschierens und Kumulierens ein wesentlich höherer Auszählungsaufwand, der mehrere Tage in Anspruch nahm. Mehr dazu lesen Sie hier.

Vor sechs Jahren fiel die Entscheidung ebenfalls erst im zweiten Wahlgang. Allerdings trat Reiter damals nicht gegen einen Kandidaten der Grünen an – sondern gegen die CSU-Politikerin Kristina Frank. Frank blieb letztlich chancenlos, Reiter gewann die Stichwahl mit 71,7 Prozent deutlich. Die damalige Grünen-Kandidatin Katrin Habenschaden verfehlte den Einzug in die Stichwahl als Drittplatzierte im ersten Wahlgang knapp.

Sollte Krause auch nach der Auszählung aller Stimmen vorn liegen, wäre Reiter nach zwei Amtsperioden abgewählt.

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