„Ein Schlag ins Gesicht“
Wegen „Krause“-Reihe: Regisseur sauer auf ARD
Aktualisiert am 18.02.2026 – 16:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Über Jahre prägte die „Krause“-Reihe die deutsche TV-Landschaft. Nach dem Tod des Hauptdarstellers hatte Regisseur Bernd Böhlich Fortsetzungspläne. Doch die wurden im Keim erstickt.
Von 2005 bis 2020 war Regisseur Bernd Böhlich immer wieder für die Filmreihe „Krause“ verantwortlich. Im September 2025 starb Hauptdarsteller Horst Krause. Sein Tod inspirierte Böhlich zu einer Idee. Die Reihe sollte fortgesetzt werden, wieder aus dem fiktiven Ort Schönhorst, dieses Mal mit Jörg Schüttauf als Hauptdarsteller.
Doch die Fortsetzung der „Krause“-Filme wird es nicht geben, obwohl Böhlich bereits ein Drehbuch vorgelegt hatte. Im Gespräch mit „Superillu“ sprach der 68-Jährige von einer vertanen Gelegenheit. „Eine verpasste Chance ist das, ein Schlag ins Gesicht des Publikums“, sagte er.
Nach Angaben des Regisseurs habe die zuständige ARD-Tochter Degeto Film dem Projekt zunächst zugestimmt. Ein fertiges Skript mit dem Arbeitstitel „Krauses Erbe“ sei vorhanden gewesen. Die Hauptfigur, die bereits 2014 im Film „Krauses Geheimnis“ eingeführt wurde, sollte der Filmsohn von Krause sein. Damals wurde er von Jörg Schüttauf gespielt.
Krauses Filmschwester Angelika Böttiger hätte sich über eine Fortsetzung mit dem 64-Jährigen gefreut. „Jörg ist ein großartiger Kollege, er hätte das absolut in Horsts Sinne gemacht und die Reihe ungemein bereichert.“ Außerdem sagte sie der Zeitschrift: „So sehr ich die Entscheidung bedauere, so wenig wundere ich mich allerdings auch darüber.“
Ihre Andeutung vertiefte sie nicht. Böhlich hingegen ließ seinem Ärger freien Lauf: „Die Degeto Film hat meiner Meinung nach zu viel Entscheidungsgewalt gegenüber den Sendern, in unserem Fall dem rbb.“ Die Entscheidung sei demnach im „fernen Hessen“ getroffen worden, wo man Böhlichs Meinung nach nicht wisse, „wie beliebt und identitätsstiftend die ‚Krause‘-Filme sind“. Es sei besonders schade, da diese Reihe zu einem „positiven Image Brandenburgs und des Ostens allgemein“ beigetragen hätte.










