Ferrari, Schmuck und Bargeld beschlagnahmt
Krankenschwester soll Millionen erbeutet haben
30.06.2026 – 14:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Marizel Y. soll sich über Jahre illegal bereichert haben – auf Kosten von Hospizpatienten, denen sie unnütze Behandlungen zukommen ließ.
In den USA sorgt der Fall einer Krankenschwester für Aufsehen, die sich mit vier mobilen Klinikbetrieben selbstständig gemacht hat: Der 49 Jahre alten Marizel Y. wird umfangreicher Betrug vorgeworfen. Sie soll von Oktober 2023 bis April 2026 906 Millionen US-Dollar (795 Millionen Euro) für medizinisch nicht notwendige Leistungen verlangt haben – im Schnitt eine Million pro Patient.
Die Pflegefachkraft soll insbesondere für ältere Patienten in Hospizen ungeeignete und besonders teure Wundbehandlungen abgerechnet haben. Um Hauttransplantationen ohne eine vorherige konservative Wundbehandlung vornehmen zu können, soll sie Bestechungsgelder gezahlt und medizinische Dokumente gefälscht haben.
- Hitzewelle braut sich zusammen: Deutschland erneut vor Extremwetter
- „Rekordverdächtige Hitze“ in den USA: Hitzeglocken verschmelzen zu Hitzedom
Der Vorwurf: Luxus-Lebensstil auf Kosten von Hospizpatienten
In der an einem Bundesgericht in Texas eingereichten Anklageschrift heißt es, Y. seien insgesamt 297 Millionen ausgezahlt worden. Dutzende Millionen davon soll sie allein dafür verwendet haben, sich selbst zu bereichern. Sie soll sich einen luxuriösen Lebensstil gegönnt haben: Unter anderem soll sie einen Ferrari 296 GTS im Wert von 594.000 Dollar, einen Cadillac Escalade für 158.000 Dollar, eine Bulgari-Halskette für 865.000 Dollar sowie diverse Immobilien gekauft haben. Y. hatte laut Anklageschrift unter anderem ein Haus auf Hawaii und finanzierte den Bau eines 4,6 Millionen teuren Strandresorts auf den Philippinen.
Im Zuge der Ermittlungen wurden Vermögenswerte im Wert von rund 35,2 Millionen Dollar beschlagnahmt, darunter 467.000 US-Dollar Bargeld, Schmuck, der Ferrari und sieben weitere Fahrzeuge.
Berichten zufolge wurde Y. am 22. Juni festgenommen. Sie weist die Anschuldigungen zurück. Bis zum Prozess kam sie gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß, aktuell steht sie unter Hausarrest.
