Konfrontation in Wolfsburg

VW-Chef Blume spricht über Werksschließungen


12.07.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Machtkampf bei VW (Symbolbild): Pläne für ein umfassenderes Sparpaket stießen auf den Widerstand der Arbeitnehmerseite und des Landes Niedersachsen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)

Beim Automobilhersteller Volkswagen drohen tiefgreifende Einschnitte. Konzernchef Oliver Blume spricht nun über seine Pläne für den Weg aus der Krise.

VW-Chef Oliver Blume hat sich in der aktuellen Konzernkrise gegen Werksschließungen ausgesprochen. In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ verwies er auf bereits erzielte Einsparungen an den deutschen Standorten.

Es gebe intelligentere Lösungen als Werksschließungen, sagte Blume der Zeitung. Als Beleg nannte er ein bestehendes Sparprogramm an den heimischen Produktionsstätten. Allein im vergangenen Jahr seien die Fabrikkosten in Deutschland im Durchschnitt um 20 Prozent gesunken. Das sei ein „starker Fortschritt“.

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Oliver Blume: Der VW-Chef ist gegen Werksschließungen und setzt offenbar auf alternative Lösungen. Er verweist auf bereits gesenkte Kosten in Deutschland. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler)

Widerstand im Aufsichtsrat

Die Äußerungen fallen in eine Phase intensiver interner Auseinandersetzungen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtete, soll Blume am vergangenen Donnerstag bei einer Aufsichtsratssitzung mit weitreichenden Sparplänen gescheitert sein. Demnach hätten sowohl die Arbeitnehmervertreter als auch das Land Niedersachsen gegen das Paket gestimmt.

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Medien berichten von massivem Stellenabbau

Der genaue Inhalt der abgelehnten Pläne ist bislang nicht bekannt. Die in Medienberichten genannten Zahlen und Maßnahmen sind jedoch sehr umfassend und dürften den Konzern grundlegend verändern.

Laut „Manager Magazin“ könnten weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen – doppelt so viele wie ursprünglich geplant. Die „Bild“ berichtete sogar von bis zu 120.000 bedrohten Arbeitsplätzen. Zudem steht hinter vier deutschen Standorten zumindest ein großes Fragezeichen. Betroffen seien die Werke in Hannover, Emden und Zwickau sowie das Audi-Werk in Neckarsulm.

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