Auch Vinicius‘ Teamkollege Kylian Mbappé, der üblicherweise stets diplomatisch sei, sei sehr klar gewesen, „in dem, was er gehört und gesehen und worüber er nach dem Spiel gesprochen hat“.

Und dann habe man „natürlich auch einen Spieler, der das, was er sagt, hinter seinem hochgezogenen Trikot versteckt“, sagte Kompany. „Und am Ende diese Seite der Geschichte, die ich ein Stück weit nachvollziehen kann.“ Das gelte dagegen nicht für die Affengesten, die die Leute dann im Stadion gemacht hätten, was auch auf den TV-Bildern zu sehen war.

Neben der Auseinandersetzung zwischen den Spielern sei für ihn entscheidend, was nach dem Spiel passiert sei, betonte Kompany. Und dabei nahm er vor allem Benficas Starcoach José Mourinho ins Visier.

„Nach dem Spiel hast du den Leiter einer Organisation, José Mourinho, der im Grunde den Charakter von Vinícius Jr. angreift, indem er dessen Art zu jubeln heranzieht, um das, was Vinícius in diesem Moment tut, zu diskreditieren“, sagte Kompany und kritisierte seinen Trainerkollegen scharf: „Für mich ist das in einer Führungsrolle ein großer Fehler und etwas, das wir nicht akzeptieren sollten. Da bin ich sehr klar.“

Zudem habe Mourinho den Namen Eusébio erwähnt, „um zu sagen, Benfica könne nicht rassistisch sein, weil der beste Spieler in der Geschichte von Benfica er sei. Wisst ihr, was schwarze Spieler in den 1960er-Jahren durchmachen mussten? Wenn er mit seiner Mannschaft durch Europa gereist ist? Wahrscheinlich war die einzige Option damals, still zu sein, nichts zu sagen, darüberzustehen und zehnmal besser zu sein, um überhaupt ein bisschen Anerkennung zu bekommen. Das war Eusébios Leben“, so Kompany weiter. „Und heute seinen Namen dafür zu verwenden, um etwas gegen Vinicius Júnior zu sagen, der sich tatsächlich in einer Situation befindet, in der er etwas sagen kann?“

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