Erlaubnis für Gastronomen
Stadt gibt Regeln für Public Viewing bekannt
05.05.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Köln hat die Regeln für Public Viewing zur Fußball-WM festgelegt. Gastronomen dürfen Spiele im Außenbereich zeigen – aber nur unter bestimmten Bedingungen.
Noch etwas mehr als vier Wochen, dann startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA. Bisher war unklar, ob und wie Kölner Gastronomen die Spiele zeigen dürfen, am Dienstag nun die klärende Nachricht.
Wie die Stadt in einer Mitteilung erklärte, sei die TV-Übertragung der Spiele der Fußball-WM im Innenbereich von Gaststätten problemlos möglich. Komplizierter wird es bei Spielen, die im Außenbereich von Kneipen oder Restaurants gezeigt werden. Problematisch sind hierbei die aufgrund der Zeitverschiebung späten Anstoßzeiten, die zum Teil am späten Abend sind und somit in die Nachtruhe fallen.
Nach Angaben der Stadt dürfen alle WM-Spiele, die zwischen 6 und 22 Uhr angepfiffen werden, ohne zusätzliche Genehmigung innerhalb der Außengastronomiefläche übertragen werden. Das Land NRW hatte zuvor einen Erlass erteilt, der eine Lockerung der Nachtruhe in bestimmten Fällen erlaubt – dies aber im Einzelfall den Städten und Kommunen überlassen.
Die Übertragung der Spiele werde bis zum Abpfiff geduldet, einschließlich möglicher Verlängerungen und Elfmeterschießen. Unmittelbar nach Spielende müssen die TV-Übertragungen im Außenbereich jedoch beendet werden, wie es vonseiten der Stadt weiter heißt.
Public Viewing in Kölner Außengastronomie erlaubt – mit Ausnahmen
Ausgenommen von der Regelung seien Betriebe, die aufgrund des Lärmschutzes der Nachbarschaft früher ihren Außenbereich schließen müssen: In diesen Fällen sei die Nutzung der Außengastronomie ab 22 Uhr und damit auch die TV-Übertragung von WM-Partien im Zeitraum der gesetzlichen Nachtruhe nicht zulässig.
Die Stadt betont, dass das Public Viewig in Kölner Außengastronomie ausschließlich für die jeweiligen Gäste vorgesehen sei. Menschenansammlungen außerhalb der genehmigten Außenfläche seien nicht erlaubt und müssen aufgelöst werden. Zudem appelliert die Stadt an die Fußballfans, Rücksicht auf die Nachbarschaft zu nehmen. Besonders laute Musikinstrumente wie Vuvuzelas, Trommeln, Tröten und Pfeifen seien im Außenbereich nicht erlaubt.
Stadt gibt Regelung für Public Viewing bekannt – genügend Planungszeit für Gastronomen
Anders als bei der zurückliegenden Heim-EM dürften die Kölner Gastronomen somit genügend Zeit zum Planen ihrer Public-Viewing-Veranstaltungen haben. Maike Block, Sprecherin der Kölner IG Gastro, erklärte auf Nachfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online: „Wenn die Kölner Gastrobetriebe vier Wochen vor der WM Bescheid bekommen, ist die Zeit zum Planen ausreichend.“
Bereits seit Mitte April ist klar, dass die Stadt Köln selbst kein Public Viewing veranstalten wird. Ein Stadtsprecher begründete auf Nachfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online die Entscheidung wie folgt: „Die Erfahrungen der letzten Jahre und aus vergangenen Turnieren haben gezeigt, dass Bedarf an und Akzeptanz für Public Viewings zu Welt- und Europameisterschaften in der Bevölkerung – vor allem dann, wenn jene Events nicht im eigenen Land und auch nicht in Köln ausgetragen werden – nicht immer gegeben sind.“
Die Fußball-WM der Männer findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt. In der Vorrunde trifft die deutsche Elf auf Curacao (Anstoß 19 Uhr), die Elfenbeinküste (Anstoß 22 Uhr) und Ecuador (Anstoß 22 Uhr).











