Strecke 17 Monate gesperrt

Bahn-Großbaustelle in der Südstadt: Vollsperrung droht


02.03.2026 – 11:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Eisenbahnbrücke an der Luxemburger Straße: Das historische Bauwerk muss in den nächsten Jahren dringend ersetzt werden. (Quelle: © DB)

Die teils maroden Eisenbahnbrücken an der Luxemburger und der Zülpicher Straße müssen dringend erneuert werden. Schon 2027 starten erste Bauarbeiten.

Die Planungen für eine der größten Bahn-Baustellen im Kölner Stadtgebiet werden konkreter. Für die Erneuerung der Eisenbahnbrücken an der Luxemburger und Zülpicher Straße läuft das Planfeststellungsverfahren, nach dessen Ende die Bauarbeiten samt monatelanger Vollsperrung immer näher rücken. 17 Monate lang drohen auf den beiden wichtigen Kölner Verkehrsachsen teils erhebliche Einschränkungen.

Die Verantwortlichen rechnen mit erheblichen Einschränkungen für Fahrgäste im Kölner Süden und in Richtung Bonn bzw. Eifel. Bereits im Vorfeld wird mit Ersatzkonzepten geplant, die auch eine Einbindung der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) vorsehen. Unmittelbar an der Unterführung hält normalerweise die Stadtbahnlinie 9, die die Südstadt mit dem Heumarkt und rechtsrheinischen Stadtteilen verbindet.

Durch die Bauarbeiten rechnet die Stadt Köln auch mit Vollsperrungen: „Durch die Baumaßnahme kommt es über einen langen Zeitraum zu erheblichen verkehrlichen Einschränkungen mit zeitweisen Vollsperrungen im Bereich der Luxemburger Straße und der Zülpicher Straße“, heißt es in einer aktuellen Beschlussvorlage. Zu keinem Zeitpunkt sollen allerdings beide Straßen voll gesperrt werden.

Die Stadt plant, den Fuß- und Radverkehr im Brückenbereich nahezu während der gesamten Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. In einem weiteren Schritt soll zudem unterhalb der Eisenbahnbrücke an der Luxemburger Straße ein Mittelbahnsteig für die KVB-Stadtbahnen angelegt werden.

Die Verwaltung betont, dass sie selbst nicht für die Bauarbeiten verantwortlich ist. Diese werden von der DB InfraGo durchgeführt. Grundsätzlich seien die Erneuerungsarbeiten zu begrüßen. Die Verantwortlichen betonten in einer Stellungnahme, dass auf stadtplanerische Aspekte, sowie Umweltschutzbestimmungen und den Denkmalschutz Rücksicht genommen werden müssen.

Die Deutsche Bahn plant bereits seit 2018 an der Brücke. „Bislang konnte keine abschließende Einigung zwischen Denkmalschutzbehörden und der DB InfraGo AG erzielt werden. Gleichzeitig sind die Gespräche jedoch auf einem guten Weg“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung zur Zukunft der historischen Eisenbahnbrücke.

Nach dem Abschluss der Arbeiten Ende 2029 plant die Deutsche Bahn, die beiden Brücken 2030 wieder in Betrieb zu nehmen. Die Bahn zog dabei auch die Sperrung von nur einzelnen Gleisen in Erwägung. Dies hätte die Bauarbeiten aber verzögert, eine Fertigstellung wäre dann erst im Jahr 2032 realistisch gewesen.

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